Tipps für Käsefondue
Themen dieses Beitrags
Ein sehr nettes, geselliges Essen für die kalte Jahreszeit ist das Käsefondue. Auch hier hat man sehr viele Möglichkeiten mit verschiedenen Beilagen immer wieder andere Geschmackserlebnisse zu zaubern.
Ausstattung
Für das Käsefondue braucht man einen Topf aus glasiertem Ton, der relativ flach ist und einen handlichen Griff hat. In der Schweiz heißt der Topf übrigens Kachel und in Frankreich Caquelon. Wie für jedes Fondue braucht man auch hier unbedingt das Rechaud. Hier gibt es bereits eine große Auswahl, wie man es erhitzt. Entweder mit Spiritus oder Brennpaste – hier ist die Brennpaste zu bevorzugen – oder elektrische.
Die richtigen Fonduegabeln für ein Käsefondue sind dreizackig (die zweizackigen sind eigentlich für Fleischfondues, aber es macht nichts, wenn sie diese für das Käsefondue verwenden). An den Gabelenden sind jeweils verschiedene Farben angebracht, damit jeder seine eigene Gabel im Topf recht schnell wiederfinden kann. Weiters gibt es noch Garkörbchen oder Fondue-Siebe genannt. Mit diesen kann man wunderbar Gemüse im Topf garen, da das leider oft leicht zerfällt.
Zum Schluß sind noch die Fondue Teller zu erwähnen. Diese haben viele Unterteilungen, damit die ganzen Beilagen schön Platz haben. Gibt es mittlerweile auch in allen Formen und Größen.
Der Käse
Der Käse ist hier natürlich das wichtigste, weil er den Geschmack angibt. Pro Person rechnet man mit 200-250 g Käse. Einige gut geeignete Käsesorten sind Appenzeller, Gouda, Emmentaler, Beaufort, Bel Paese, Cheddar, Chester, Danbo, Fontina (italienischer Fonduekäse). Es gibt aber auch jetzt viele fertige Käsemischungen, wenn man nicht soviel Zeit hat, oder sich einfach die Arbeit nicht machen möchte. Wenn man es doch selber machen möchte, dann sollte man beim Käse noch den Reifegrad berücksichtigen. Denn junge Käsesorten sind mild und sahnig. Je älter der Käse aber wird, desto würziger und schärfer wird er. So kann man mit der Kombination eines jungen und eines alten Käses schöne Geschmacksvariationen bekommen. Hier finden sich eine Menge verschiedener Rezepte für Käsefondues, einfach mal im Internet stöbern oder sich sogar ein Rezeptbuch über Fondue leisten.
Beilagen zum Eintauchen
Hier ist das Brot als wichtigstes zu nennen. Klassisch wird hier ein Baguette gereicht. Weiters kann man hier aber alle Arten von Brot, wie dunkles Brot, Bauernbrot, Semmeln, Brezeln usw. dazugeben. Alles in mundgerechte Stücke schneiden, wer mag, kann die Stückchen auch etwas rösten, das schmeckt auch hervorragend.
Eine weitere Möglichkeit bieten verschiedene Gemüsesorten wie Champignons, Brokkoli, Karfiol, Karotten, Lauch, Zucchini, Frühlingszwiebeln usw. Diese sollten allerdings 3-5 Minuten in Salzwasser blanchiert werden, damit sie nicht ganz so knackig sind.
Ganz was anderes ist mal, al dente gekochte Tortellini zu verwenden.
Wer nicht ganz ohne Fleisch sein mag, kann hier gewürfelten, gekochten Schinken, Salami, Parmaschinken usw. nehmen. Man kann auch kleine faschierte Laibchen (Hackfleischbällchen) verwenden.
Interessant ist es auch mal ein wenig Obst zu probieren. Ich war zum Beispiel ganz begeistert von Orangenstücken oder Weintrauben. Man kann es aber auch mal mit Äpfel, Erdbeeren oder Ananas probieren. Das bringt ein wenig Abwechslung.
Zusätzliche Beilagen
Jeder kann seinen Käse für sich selber würzen. Sehr wichtig ist hier der frischgemahlene Pfeffer, somit sollte immer eine Pfeffermühle am Tisch stehen. Weiters kann man Paprika, Muskatnuß oder frischgehackte Kräuter dazureichen.
Sehr gut passt auch sauer eingelegtes Gemüse dazu, wie zum Beispiel Perlzwiebeln, Oliven, Maiskölbchen, Artischockenherzen Gurken, Pfefferoni, Champignons usw.
Getränke
Ein echter Gourmet serviert zu einem Käsefondue einen schwarzen Tee und zwischendurch immer mal wieder ein Kirschwasser oder einen Obstschnaps. Aber es passt auch ein trockener Wein oder ein herzhaftes Bier sehr gut dazu.
Jetzt steht einem guten Gelingen nichts mehr im Weg und mir bleibt nur mehr, Guten Appetit zu wünschen!






Fondueteller, zweizackige Gabeln und bunte Gabelenden für Käsefondue??? Individuelles Nachpfeffern?
Käsefondue wird ja mit einer dreizackigen, langstieligen Gabel direkt aus dem Topf gegessen. Somit erübrigt sich ein Teller mit Fächern. In der Schweiz werden zu den Caquelons immer passende Teller in Dessertellergrösse verkauft. Man lässt die Gabel nicht im Topf, sondern man rührt mit dem darauf steckenden Brot gut um, damit der Käse nicht anbrennt und steckt die Gabel direkt in den Mund. Damit erübrigen sich auch die bunten Enden (die ich bei Käsefounduegabeln auch noch nie gesehen habe) und die Möglichkeit des individuellen Nachwürzens. Und von zweizackigen Gabeln möchte ich nicht essen müssen, denn die Zacken, die normalerweise das rohe Fleisch auf der Gabel halten sollen, können die Lippen empfindlich verletzen.
Danke für den Kommentar. Also ich hab mir mein Käsefondue bei Amazon gekauft, und da haben die Gabeln 3-Zacken (damit man das Brot gut draufstecken kann) und die haben bunte Enden. Natürlich ist es ein wenig sinnlos, weil man ja eh nur eine hat. Und gegessen werden sollte eigentlich nicht direkt von der Fonduegabel, eben wegen den scharfen Zacken, deswegen lege ich immer Messer und Gabel (und zusätzlich Gewürze) dazu. Und ich persönlich nehme auch für das Käsefondue gerne die Teller mit den Fächern, weil ich nicht nur Brot dazu anbiete, sondern eben auch sauer eingelegtes Gemüse, Schinken und ein paar Saucen. Aber interessant, dass in der Schweiz Dessertteller dazu angeboten werden. Wahrscheinlich damit man die Teller bei tropfenden Stücken leichter drunterhalten kann.