Was man beim Kauf eines Kinderwagens beachten sollte
Ist ein Kind unterwegs werden schon in der Schwangerschaft die ersten Einkäufe für den neuen Erdenbürger getätigt. Stolz gehen die Eltern in die Babyfachgeschäfte und schauen sich nach Kleidung, Trageschalen, Spielzeug und Kinderzimmermöbeln um. Hierbei wird man schon mal schnell ein paar hundert Euro los, vor allem, wenn es um die Wahl des richtigen Kinderwagens geht, in dem das kleine Baby die ersten Monate seines Lebens durch die Welt gefahren wird. Um einen kleinen Einblick über das zukünftige Gefährt zu bekommen, sind hier ein paar Tipps zum Kauf eines Kinderwagens gegeben.
Ob im Kinderfachgeschäft oder im Internet – die Wahl an Kinderwagen ist wirklich sehr groß und vielfältig. An verschiedenen Formen und Varianten oder Farben fehlt es hier meist nicht, dennoch ist die Qual der Wahl enorm. Ein schickes Modell soll es sein, dazu sicher für das Baby, mit ausreichend Stauraum für Einkäufe und natürlich auch Babyutensilien, leicht in Lenkung und Handhabung sowie gut zu transportieren. Nicht selten scheitert das eine oder andere Modell in einer oder mehreren Kategorien. Ob Kinderwagen oder Sportausführung, mit großen oder kleinen Rädern, Hartgummi oder luftgefüllten Rädern, welche entweder fixier- oder schwenkbar sind, so sind auch die kleinen Details ausschlaggebend für den Kauf einer zukünftigen Babykutsche. Ratsam sind meist Kombiwagen, in denen Babys solang liegend gefahren werden können, bis sich von selbst aufsetzen können, was meist in einem Alter von 9 Monaten erreicht wird. Es wird dringend davon abgeraten Baby vor dem Sitzalter in Buggys oder ähnliche Gefährte zu transportieren, da dies eine Überbelastung der Wirbelsäule zur Folge hat, was für die Gesundheit des Kindes nicht förderlich ist. Hat das Kind also das Sitzstadium erreicht, kann der Kombikinderwagen zu einem Buggy umfunktioniert werden. So ein Wagen beinhaltet recht viele Vorteile, da ein Kind von Geburt an bis ungefähr 3 Jahren etwas von diesem Gefährt hat. Damit der Wagen allerdings auch schnell und problemlos in ein Auto verstaut werden kann, sollte man sich nicht scheuen einen Verkäufer zur Rate zu ziehen, damit dieser das Klappsystem demonstrieren kann.
Trotz aller Vorzüge ist es weiterhin sehr wichtig den Sicherheitscheck zu beachten. Kinderwagen, welche in allen Kategorien einwandfrei funktionieren erhalten nach der GS-Prüfung ein TÜV-Siegel. Sind Sie sich also nicht sicher, ob der zukünftige Kinderwagen auch sicherheitstechnisch für Sie der Richtige ist, so achten Sie auf das CE sowie TÜV- und GS-Zeichen.
Aufgrund der Wendigkeit haben sich bei vielen Kinderwagen Schwenkräder beliebt gemacht. Gerade auf ebenen Böden, im Supermarkt oder beim Shoppen kommt man kinderleicht an verschiedene Regale heran, muss nicht wie bei fixierten Rädern den gesamten Kinderwagen herumschwenken und ist dadurch sehr flexibel. Überlegen Sie sich allerdings gut, ob Sie Räder aus Hartgummi, Plastik oder luftgefüllten Räder nutzen wollen. Um keinen „Platten“ zu riskieren wären vollgummierte Reifen oder Plastikräder durchaus sinnvoll. Doch bleiben wir beim Thema Shoppen – bei der Auswahl wird der Einkaufkorb meist nicht bedacht – ist der erste Einkauf dann getan, ärgern sich viele Mamas und Papas über zuwenig Stauraum. Ein ausreichend großer Korb im unteren Bereich des Kinderwagens ist wirklich sehr praktisch, sollte dennoch zu wenig Platz für Einkäufe vorhanden sein, kann ein zusätzliches Netz, welches an den Haltegriffen befestigt werden kann, sehr komfortabel sein. Außerdem muss jeder Kinderwagen eine Feststellbremse habe, welche die Hinterräder des Wagens blockiert. Somit kann der Kinderwagen beim Plausch an der Straße, im Bus oder beim Abstellen im Treppenhaus nicht ohne weiteres davon rollen.
Auch wenn es auf den ersten Blick nicht sonderlich wichtig erscheint, aber auch die Größe und das Gewicht des Kinderwagens sollten bedacht werden. Wer öfters mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, mit Treppen oder ähnlichen Hindernissen im Alltag konfrontiert wird, darf schnell feststellen, dass dieses Problem mit großen, breiten und vor allem schweren Kinderwagen schwierig zu bewältigen ist. Achten Sie beim Kauf auch auf höhenverstellbare Lenkstangen, damit sich leichte sowie schwere Kinderwagen von Ihnen besser lenken lassen.
Um den Babyalltag möglichst komfortabel und bequem gestalten zu können, sollte auch das schnelle Zusammenklappen des Kinderwagens gewährleistet sein. Müssen nämlich erst zig Hebelchen oder Knöpfe betätigt werden, ehe das gute Stück in einem Kofferraum verstaut ist, werden sowohl Eltern als auch kleine Kinder mit der Zeit die Geduld verlieren.
Zubehör wie Regenschutz, Sonnenschirmchen und Befestigungsmöglichkeiten für Spielzeug dürfen ebenso nicht vernachlässigt werden. Kleiner Tipp: sitzt Ihr Kind irgendwann sicher im Kinderwagen müssen auch Sicherheitsgurte vorhanden sein, damit Ihr kleiner Schatz in seiner quirligen Art nicht aus dem Wagen stürzt. Ein einfacher Beckengurt reicht meist nicht aus, da die Kleinen sehr schnell herausfinden, wie sie sich aus diesem lästigen Teil befreien können. Empfehlenswert ist ein Fünfpunktgurt, bei dem das Kleinkind zwar sicher angegurtet ist, allerdings noch reichlich Bewegungsmöglichkeiten genießt. Besonders wichtig ist ein Sitzbügel, den das Kleinkind zwischen die Beinen bekommt – so können hier Spielzeuge angebracht werden und das Kind sitzt sehr sicher in seinem Kinderwagen für den nächsten Spaziergang.
Fazit: einen Kinderwagen für alle Alltagssituationen oder Elternwünsche gibt es leider nicht. Nicht selten gehen zukünftige Eltern Kompromisse beim Kauf der Babykutsche ein. In vielen Fällen werden zuerst Kombikinderwagen gekauft, in dem guten Glauben, das richtige für das Baby herausgefiltert zu haben. Mit der Zeit stellt sich dann jedoch heraus, dass vielleicht das Modell oder die Marke doch nicht so hervorragend war, weil das eine oder andere Manko erst mit den Monaten aufgetaucht ist. Je älter das Kind wird desto mehr Verschleiß macht sich beim Wagen bemerkbar – die Reifen sind abgenutzt, die Bezüge sind verblichen, die Sitzposition für das Kind ist nicht optimal oder andere Makel sind erkennbar. Daher werden nach spätestens einem Jahr normale Kinderwagen durch Jogger oder Buggys ersetzt.





