Bei Medikamenten mit Hausmitteln sparen

Jul 23, 2008 von


Ob Lebensmittel, Spritpreise, Multi Media, Versicherungen und Haushaltsartikel – mittlerweile wird einfach alles teuerer. Mit der Einführung der Praxisgebühr seit Januar 2004 schafften es selbst die Krankenkassen weitere Löcher zu stopfen – und welche in unseren Geldbörsen zu hinterlassen. Heutzutage ist nicht mal mehr der Gang zum Arzt kostenlos und auch diverse Medikamente sind zuzahlungspflichtig. Wer krank wird hat selten gut Lachen, es sei denn, er bekommt hin und wieder unverkäufliche Präparate von seinem Arzt zugesteckt.

Wenn die Liste der verschriebenen Medikamente bei zum Beispiel einer Grippe kein Ende nehmen möchte, werden auch gern mal alte Hausrezepte zur Rate gezogen. Zudem reagieren auch immer mehr Menschen allergisch gegen gewisse Stoffe, die in den Medikamenten enthalten sind. Auch eine versehentliche Überdosierung oder eine länger andauernde Einnahme von verschiedenen Präparaten kann durchaus schädlich sein. Bei längerfristiger oder andauernder Verwendung von Kopfschmerztabletten kann man in der Tat wiederum Kopfschmerzen bekommen, die mit normalem Aspirin nicht mehr behoben werden können. Auch das häufige Anwenden von Nasensprays kann süchtig machen, wenn dies über einen längeren Zeitraum geschieht, weil die Nasenschleimhäute sich an die Wirkstoffe des Sprays gewöhnt haben und nicht mehr selbständig abschwellen. So ist es kaum verwunderlich, wenn dann Oma´s alte Tricks in Anspruch genommen werden.

Gegen Halsschmerzen und Fieber kennt so mancher noch aus Kindertagen die gute heiße Milch mit dem Esslöffel Honig, welches in der Tat für Wohlbehagen dienlich ist. Auch heißes Wasser mit einem ordentlichen Schuss Zitrone wirkt wahre Wunder und ist Dank des hohen Vitamin-C-Gehaltes eine wahre Vitaminbombe. Neben den wärmenden Effekt, wird die Körpertemperatur angekurbelt, wir fangen an zu schwitzen und helfen somit dem Körper gegen die Krankheit anzukämpfen.
Gegen Husten hilft zum Beispiel auch Zwiebelmilch, bei der Zwiebeln in Milch gekocht, anschließend rausgesiebt und dann mit Honig gesüßt getrunken wird. Auch Kartoffelwickel, bei der 5 Pellkartoffeln auf ein Handtuch gequetscht und dann bei angenehmer Temperatur auf den Brustkorb gelegt wird, soll Linderung verschaffen. Butterumschläge dienen auch zur Erleichterung von Hustenanfällen: hier wird Butter in dünne Streifen geschnitten, auf die Brust gelegt und diese mittels mehrerer Handtücher um den Oberkörper gewickelt bis die Butter geschmolzen ist.

Gegen nervende Kopfschmerzen helfen Minzöl oder japanisches Heilöl, welches mit wenigen Tropfen auch ein Tuch geträufelt und somit auf die schmerzende Stelle gelegt wird.
Bei Schnupfen und festsitzenden Schleim helfen diverse Inhalationen. Die bekannteste: Kamillenblüten in einer großen Schüssel mit reichlich kochendheißem Wasser übergießen und die Dämpfe unter einer Decke oder einem dicken Handtuch einatmen.

Hohes Fieber kann u. a. mit kalten Wadenwickeln gesenkt werden. Die Handtücher in kalten Wasser tränken, gut auswringen und dann um die Waden wickeln. Dieser Vorgang wird bis zum Sinken der Temperatur viertel- bis halbstündlich wiederholt.

Wer Durchfall erleidet, kann diese mit Cola, Schokolade und Salzstangen gut bekämpfen. Wer es dagegen gesünder mag, ist gut mit getrocknetem Obst oder schwarzem Tee mit Zwieback beraten.
Bei Verstopfung wird ein Esslöffel Sauerkrautsaft vor dem Mittagessen eingenommen – außerdem ist reichlich Bewegung und die Aufnahme von viel Flüssigkeit ratsam.
Natürlich sind diese Tipps nur kleine Hausmittelchen und helfen manchmal nur in begrenzter Weise. Wer sich bei seinen Leiden nicht sicher ist oder gar starke Schmerzen hat, sollte auf jeden Fall den Arzt aufsuchen.

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