Kräuter als Alternative zu Medikamenten

Jul 24, 2008 von


Schon seit Jahrhunderten wird die heilende Wirkung von Kräutern genutzt und geschätzt. Bereits damals wusste man den Nutzen diverser Kräuter geschickt einzusetzen und zu verwenden. Natürlich war dies nicht immer unproblematisch: Frauen, die sich mit der Kräuterkunde beschäftigten und kranken Menschen mit ihren Mitteln halfen, wurden schnell als Hexen abgestempelt und zu Hauf´ verbrannt. Glücklicherweise ist dem heute nicht mehr so und zahlreiche Rezepte und Geheimnisse wurden traditionell weitergegeben. Denn auch in heutiger Zeit wird die Heilung von Kräutern dankend angenommen, da es immer häufiger zu allergischen Reaktionen von medizinischen Präparaten kommt. Vor einigen Jahren war dieses Phänomen noch nicht weit verbreitet, aber die Zahl der Allergiker nimmt stetig zu, so dass es nicht zu verwundern ist, dass Kräuter und andere pflanzliche Heilmitteln gern in Anspruch genommen werden. Der Verkauf von verschiedenen Kräutertees oder ähnlichem ist in verschiedenen Bundesländern allerdings bereits verboten wurden, wenn nicht eine pharmazeutische Ausbildung vorliegt. So obliegt es einem jeden, seine Quellen auf andere Weise zu beschaffen und sich Rat aus der Verwandtschaft oder dem Internet zu besorgen.

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Von Arnika bis über Thymian reicht das Sortiment der Natur, wenn es sich um pflanzliche Medizin handelt.
Die beliebte Arnikapflanze finden wir auf Feldern oder in den Bergen. Früher wurde aus ihren Blüten der Saft gepresst und gegen Entzündungen, Gelenkschmerzen, Verstauchungen oder Quetschungen verwendet. Da diese Pflanze heutzutage unter Naturschutz steht, darf sie nicht mehr gepflückt werden. Arnikatinkturen oder Salben lassen sich aber in Apotheken erwerben.

Auch dem Fenchel werden heilende Stoffe zugesagt: aus den Fenchelsamen werden ätherische Öle herausgefiltert, die unter anderem gegen Verdauungsstörungen, Rheuma- und auch Muskelschmerzen helfen soll. Der Tee des Fenchels wirkt zudem beruhigt und enthält anhand seines hohen Folsäuregehaltes wertvolle Inhaltsstoffe.

Die Brennnessel verbinden wir in erster Linie mit Unkraut, dennoch enthält diese Pflanze eine Vielzahl von wichtigen Vitaminen, Mineralien und jede Menge Eisen. Sie gilt zudem noch als blutreinigendes Mittel und hat sich auch gegen Schuppen und Haarausfall bewährt.
Selbst der Löwenzahn findet sich in jedem Garten an und wird ebenfalls eher als lästigen Gartenbewohner empfunden. Aus der Nähe betrachtet gilt er allerdings auch als heilkräftige Pflanze: Als Tee zubereitet wirkt der Löwenzahn harntreibend, entwässernd und regt zudem den Appetit an. Aufgrund seines sehr hohen Vitamin-C-Gehaltes hilft er weiterhin bei Erkältungen und steht jedem anderen Gemüse auf dem Salatteller ins nichts nach. Die jungen Blätter schmecken ebenso delikat wie der beliebte Feldsalat.
Auch wenn die Mistel auf dem ersten Blick eher einem schmarotzenden Unkrauts gleicht, so hat auch diese Pflanze ungeahnte heilende Wirkungen. Sie enthält zahlreiche Inhaltsstoffe, die für ein gesundes Immunsystem sorgen, stärkt die Blutgefäße und senkt das Risiko an Arteriosklerose zu erkranken. Auch bei Krebspatienten werden gern Mistelpräparate verschrieben, um die Nebenwirkungen der Behandlung zu verbessern und zu mildern. Da dieses Präparat allerdings auch für die Bildung von neuen Krebszellen verantwortlich sein kann, muss vor der Einnahme von Misteltee oder anderen Mitteln, die Misteln enthalten, der Arzt konsultiert werden.

Der Rosmarin stammt eigentlich eher aus den Südländern, hat sich allerdings auch in heimischen Gärten eingenistet. Der angenehme Duft dieser Sträucher frischt jeden Garten auf und ist auch in der Küche kulinarisch gesehen sehr beliebt. Aufgrund der Wirkstoffe wird der Rosmarin gegen Kopfschmerzen, Muskelverspannungen, Schwächegefühl und frühzeitigen Haarausfall verwendet. Zudem hilft Rosmarintee gegen Darmbeschwerden, Völlegefühl, Erkältungen und niedrigen Blutdruck.

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