10 Tipps für das Anlegen eines Tagesgeldkontos

Jun 19, 2017 von


Ein Tagesgeldkonto ist vor allem für Sparer eine attraktive Alternative zum Girokonto. Denn Sparer können täglich beliebig hohe Einlagen zum aktuellen Tagesgeldzins anlegen und uneingeschränkt auf das Konto zugreifen. Es ist gut geeignet zum Sparen, da es keine Verrechnungsmöglichkeit besitzt. Das bedeutet, dass Überweisungen und Lastschriften auf andere Konten nicht möglich sind. Hört sich attraktiv an? Ist es auch, trotzdem gibt es einige Tipps zu beherzigen.

1. Auf die Zinsgarantie achten

Da es sich bei den Zinsen auf ein Tagesgeldkonto um einen Tagesgeldzins handelt, sind diese den Schwankungen des Marktes ausgesetzt. Es empfiehlt sich deswegen, vorab Zinsen für einen bestimmten Zeitraum festzumachen. Es lohnt sich stets ein Vergleich verschiedener Anbieter, die unterschiedlich attraktive Zinsen und Konditionen anbieten.

2. Nicht auf Lockangebote reinfallen

Viele Banken versprechen den Neukunden einen extrem hohen Zinssatz. Meist handelt es sich hierbei nur um die Anwerbung neuer Kunden, sodass die hohen Zinssätze nach geringer Zeit wieder abgesenkt werden. Auch gibt es Banken, die die hohen Zinssätze nur versprechen, wenn man gleichzeitig ein Girokonto anlegt.

3. Informieren Sie sich über die Offlinenutzung

Viele Kunden könnten abgeschreckt von einem Tagesgeldkonto sein, das nur über Onlinebanking funktioniert. Dabei sind die Onlineportale meist sehr übersichtlich und einfach zu verstehen. Ansonsten gilt es, zu hinterfragen, ob die Tagesgeldkontoführung auch per Telefon oder Brief möglich ist. Filialbanken bieten außerdem einen persönlichen Service an.

4. Anlagesumme vorher festlegen

Viele Zinssätze sind an die Höhe der Anlagesumme gekoppelt. Deswegen sollte man sich vorher Gedanken um die Anlagenhöhe machen, damit die Anbieter den bestmöglichen Zinssatz empfehlen können.

5. Auf versteckte Kosten achten

Auch wenn viele Anbieter das Gegenteil behaupten: Auch im Kleingedruckten der Tagesgeldkonten können sich versteckte Kosten wie die Eröffnung eines kostenpflichtigen Girokontos oder eines Wertpapier-Depots befinden. Achten Sie auf kleine Hinweise, damit Sie im Haushalt wirklich Geld sparen können.

6. Auszahlung der Zinsen vorher checken

Je nach Anbieter kann die Auszahlung der Zinsen vierteljährlich, jährlich oder monatlich passieren. Ein häufigeres Gutschreiben der Zinsen auf das Geld des Anlegers vermehrt das Geld schneller wegen des Zinseszinses: das Guthaben wird mit den Zinsen weiterverzinst, denn Zinsen fallen auch auf Zinsen an.

7. Einlagensicherung prüfen

Alle Banken innerhalb des Euroraums müssen die Bedingungen zur Einlagensicherung erfüllen. Gesetzlich gilt eine Sicherungsgrenze von 100.00 Euro. Wer jedoch ganz auf Nummer Sicher gehen will, entscheidet sich für eine Bank, die mehr als die gesetzliche Einlagensicherung anbietet.

8. Steuerzahlung vermeiden

Zinsbeträge müssen mit der 25-prozentigen Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und eventueller Kirchensteuer versteuert werden. Damit sich ein Tagesgeldkonto aber trotzdem lohnt, sollte man seinen Freibetrag dafür nutzen. Dieser darf auf mehrere Konten verteilt werden.

9. Nicht zu lange Laufzeiten festlegen

Bei der steigenden Inflation und den niedrigen Zinsen wird dazu geraten, keine langen Laufzeiten zu wählen, da man sonst seine Flexibilität und Reaktionsfähigkeit auf bessere Angebote verliert. Relevant ist dieser Punkt allerdings nur beim Festgeldkonto, das häufig mit dem Tagesgeldkonto in einem Atemzug genannt wird.

10. Mehrere Anbieter wählen

Viele Anbieter aus dem Ausland bieten zwar hohe Zinssätze, bieten aber nur eine Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro an. Deswegen empfiehlt es sich, einen größeren Betrag über mehrere Anbieter zu verteilen.

Bild: © istock.com/Egorych

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