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Schwangerschaft Tipps: 3. Sport in der Schwangerschaft

Frauen, die schon vor der Schwangerschaft sportlich aktiv waren, möchten auch nun vielleicht nicht darauf verzichten müssen. Dass muss man natürlich auch nicht, wenn man es langsam angeht. Aber auch für werdende Mütter, die eventuell nicht soviel mit Sport am Hut haben, sind einige leichte sportliche Aktivitäten empfehlenswert – denn was für Sie gut ist, ist auch für das ungeborene Baby gut.

In den kommenden 40 Wochen wird sich Ihr Körper verändern, bis dahin können Sie vieles tun, damit es Ihnen weiterhin gut geht. Als werdende Mutter benötigen Sie viele Kraft- und Energiereserven. Natürlich steht einer schwangeren Frau nicht immer der Sinn nach Bewegung und Sport – entspannen und erholen Sie sich zwischendurch immer mal wieder, denn auch das ist natürlich erlaubt. Dennoch raten viele Ärzte Ihren Patienten an, in der Schwangerschaft aktiv Sport zu treiben. Das Resultat liegt klar auf der Hand: die Kondition der Mutter bessert sich, die Entwicklung des ungeborenen Kindes wird positiv beeinflusst und der Stoffwechsel sowie das Herz-Kreislauf-System oder die Atmung werden auf Trab gebraucht. Sport ist also während einer Schwangerschaft ideal, sofern Sie keinen Ausdauersport betreiben oder sich Sportarten widmen, die für Sie oder Ihr Kind gefährlich werden könnten.

Auf welche Sportarten sollte man lieber verzichten?

Für Fortgeschrittene ist Jogging, Nordic Walking, Schwimmen oder ein Aerobic-Kurs kein Problem. Wer jedoch schon vor der Schwangerschaft nicht sonderlich viel Sport getrieben hat, sollte es am Anfang vorsichtig angehen. Beginnen Sie mit kleinen Sporteinheiten, die Sie langsam und kontinuierlich steigern. So wirkt sich der Sport auch positiv auf Ihre Schwangerschaft aus und schadet Ihnen und Ihrem Schützling nicht.
Vermeiden Sie jedoch auf jeden Fall Sportarten wie Bungeejumping, Eislaufen, Inlineskating, Volleyball, Basketball oder Fußball sowie weitere Sportarten, bei denen Sie gefährlich fallen könnten oder die für Ihr Kind schädlich sind.
Am beliebtesten ist natürlich das Schwimmen – nicht umsonst werden gern Schwangerschaftsschwimmkurse oder Gymnastikübungen im Schwimmbad angeboten. Mit wachsendem Bauch werden die Bewegungen immer beschwerlicher – im Wasser hingegen schwebt man regelrecht, man kann die Gelenke und Knochen entlasten und das warme Nass um sich herum genießen.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, welcher Sport für Sie geeignet ist oder ob Sie diesen oder jenen Sport ausüben dürfen, so sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme. Diese wird Ihnen einige Tipps ans Herz legen. Vergessen Sie während des Sports auf keinen Fall ausreichend zu trinken und denken Sie nicht unbedingt unnötig an Kalorien. Ab der 10. Schwangerschaftswoche erhöht sich Ihr täglicher Energiebedarf um etwa 300 kcal. Essen Sie ruhig nach dem Sport, achten Sie jedoch weiterhin auf gesunde und ausgewogene Nahrungsmittel.
Gehen Sie während des Sporttreibens nicht unbedingt an Ihre Belastungsgrenzen – denn eine Überhitzung Ihres Körpers kann auch dem ungeborenen Kind schaden. Kontrollieren Sie gern zwischendurch Ihren Puls: idealerweise sollte dieser eine Herzfrequenz von 140 bis 150 Schlägen pro Minuten nicht übersteigen. Mit einer Pulsuhr können Sie dies jederzeit beobachten.
Ruhen Sie sich nach dem Sport gut aus und gönnen Sie Ihrem Körper auch Ruhephasen. Nach einer Trainingseinheit sollten bestenfalls 24 Stunden liegen, damit Ihr Körper sich wieder vollständig regenerieren kann.

Warum sollte ich überhaupt während der Schwangerschaft Sport betreiben?

Diese Frage ist sicherlich berechtigt, kann jedoch auch mit einigen Worten leicht beantwortet werden. Sport in der Schwangerschaft ist für Sie und auch für Ihr Kind sehr wichtig. Ein gutes Körpergefühl hebt Ihre Laune und Sie fühlen sich einfach besser – probieren Sie es ruhig aus. Zudem können mit Sport verschiedene, typische Schwangerschaftsbeschwerden vorgebeugt werden. Hierzu zählen beispielsweise Übelkeit, Wadenkrämpfe, Hämorrhoiden oder Venenstau. Durch die Bewegungen werden auch die einzelnen Körperpartien besser durchblutet, so dass diese Beschwerden weniger häufig auftreten.
Und auch Ihrem Kind wird der Sport gefallen: durch den Sport wird das Kind im Mutterleib geschaukelt, welches die Entwicklung des Kindes – besonders auf die Sinnesorgane – fördert. Außerdem verbessert der Sport die Körperhaltung der werdenden Mutter und ein Hohlkreuz wird gegen Ende der Schwangerschaft vermieden.

Dezember 1, 2009   Keine Kommentare

Schwangerschaft Tipps: 1. Reisen in der Schwangerschaft

Ein letzter Urlaub zu zweit, bevor das Kind das Licht der Erde erblickt – diese Traumvorstellung hegen viele werdende Eltern. Aber auch alleinerziehende Mütter oder Frauen, die ohne ihren Partner verreisen wollen, planen häufig in Gedanken einen Urlaub vor der Entbindung. Und das ist eine gute Idee – sofern Sie eine unkomplizierte Schwangerschaft haben und auch von Ihrem Arzt oder der Hebamme Bedenken ausgeschlossen sind, dient der Urlaub der Entspannung und Erholung vor der neuen Lebenssituation. Obwohl jedoch der Wunschgedanke häufig bei den schwangeren Frauen vorherrscht, sind einige sich unsicher: Wann und wohin darf ich verreisen? Gibt es Dinge, die beachtet werden müssen oder welche Sicherheitsvorkehrungen sollten getroffen werden?

Erfahrungsgemäß ist die ideale Zeit für eine letzte Reise um den fünften und sechsten Monat herum – in dieser Zeit hat die morgendliche Übelkeit nachgelassen, die Müdigkeit geht vorbei und Sie fühlen sich rundum wohl. Auch ist dieser Zeitpunkt sinnvoll, da der Bauch noch nicht zu groß ist und die Bewegungsfreiheit uneingeschränkt ist. An Reiseziele dürfen Sie erwählen, wozu Sie Lust und Laune haben. Ob Reisen mit dem Auto, dem Bus, dem Zug oder dem Flugzeug: ob Nah- oder Fernreisen – alles ist erlaubt. Dennoch sollten Sie bei der Planung Ihres Reisezieles einige wichtige Faktoren beachten:

Ein Klimawechsel ist oft eine Mehrbelastung für die schwangere Frau. Auch wenn Ihnen der Sinn nach sonnigen Südländern oder karibischem Feeling steht, so müssen Sie dennoch bedenken, dass die Schwangerschaft Sie in einiger Hinsicht einschränkt. Fragen wie beispielsweise: Welche Impfungen muss ich tätigen und sind alle während der Schwangerschaft erlaubt? Wie sieht es mit der medizinischen Versorgung im Ausland und den Hygieneverhältnissen aus? sollten Sie sich unbedingt schon vor Buchungstätigung stellen.
Ungeeignet sind auch Urlaubsziele über 2.000 Metern Höhe: hier ist der Sauerstoffgehalt in der Luft zu niedrig, dass die Versorgung Ihres Kindes beeinträchtigt werden kann. Überdenken Sie ebenso, dass lange Anreisen für Sie anstrengend sein können. Fahren Sie mit dem Auto, so planen Sie mehrere Pausen ein, um sich die Beine zu vertreten. Im Flugzeug ist ein Platz mit viel Beinfreiheit zu reservieren, so dass Sie Ihre Beine ausstrecken können. Dennoch sollten Sie von Zeit zu Zeit auch aufstehen und ein wenig laufen – so kommt Ihr Kreislauf in Schwung und die Gefahr von Thrombose wird verringert.

Eine Flugreise ist zwar neben der Zugfahrt mitunter die angenehmste Weise in den Urlaub zu starten, dennoch sichern sich einige Fluggesellschaften gern ab. Fragen Sie schon vorab nach, bis zu welcher Schwangerschaftswoche Sie noch mitreisen dürfen. In der Regel werden schwangere Frauen ab der 36. Schwangerschaftswoche nicht gern transportiert. Lediglich eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung kann diese Begrenzung aufheben.
Bedenken Sie ebenso schon vor der Reise Ihre Urlaubsapotheke:

  • Neben der Folsäure sollte auch Magnesium als Prophylaxe gegen Wadenkrämpfe nicht in Ihrer Reiseapotheke fehlen
  • Magensäurebinder gegen Sodbrennen
  • Paracetamol gegen Fieber Eisenpräparate bei Eisenmangel
  • Impfpass
  • Wund- und Heilsalbe
  • Fieberthermometer
  • Pflaster
  • Sonnenschutzmittel

Am Urlaubsziel angekommen steht Entspannung für Sie an erster Stelle und diese letzte Zeit sollte unbedingt genossen werden. Lassen Sie es ruhig angehen, d.h. dass Sie keine Motorradtouren, Skiausflüge, gefährliche Bergwanderungen oder sonstige Unternehmungen anstreben, schließlich soll der Urlaub für Sie und das Kind in Ihrem Bauch Wellness bedeuten und kein Erlebnisurlaub werden.
Auch Sonnenbäder sind weitestgehend zu vermeiden: die Haut ist in der Schwangerschaft besonders empfindlich, so dass es bei direkter Sonneneinstrahlung ohne Schutz leicht zu unschönen Pigmentflecken kommen kann. Da auch Sonnenhitze Ihren Körper zusätzlich belastet sollten Sie auf lange und ausgedehnte Sonnenbäder verzichten und stattdessen lieber den Schatten aufsuchen.

November 11, 2009   Keine Kommentare

Video zur Schwangerschaftswoche 40, SSW 40

Im Video zur 40. Schwangerschaftswoche auf meinhaushalt.at werden wichtige Informationen und Tipps zur Schwangerschaft in der Woche 40 präsentiert.

Die 40.Woche der Schwangerschaft ist erreicht – wenn Ihr Kind jetzt noch nicht geboren wurde, beginnt langsam der Countdown. In dieser Woche ist der Fötus 37 Wochen alt, hat ein Gewicht von ca. 3.400g und ist um die 50cm groß. Ihr Kind ist nun bereit für ein Leben außerhalb der Gebärmutter. Es hat fleißig an Fettpolstern zugelegt, die Käseschmiere und das Lanugo sind fast vollständig verschwunden und auch die Lungen sind bereit, die ersten Atemzüge zu tätigen. Nicht mehr lange und Sie können Ihren Engel in den Armen halten.

Einige Frauen verzweifeln in diesem Stadium der Schwangerschaft. Der Bauch ist groß und schwer, das Treppensteigen wird immer mühseliger und einfachste Arbeit erscheint fast unmöglich. Häufig kommt es schwangeren Frauen so vor, als würde die Schwangerschaft nie enden und das Kind am Liebsten immer im warmen und wohligen Leib verbringen wollen. Aber keine Angst: bislang hat ein jedes Kind nach draußen gefunden. Es kann sich jetzt nur noch um Tage handeln. Möchte das Baby nicht von allein den Schritt in die Welt wagen, so kann man mit einigen Hilfsmitteln Wehen durchaus fördern.

Einige Hebammen empfehlen den Beischlaf mit dem Partner. Die Samenflüssigkeit enthält nämlich Prostaglandine, welche durchaus wehenanregend sind. Wer also immer noch Lust auf Geschlechtsverkehr verspürt und beide Partner sich einig sind, ist dies eine gute Alternativ, um das Baby ans Licht zu locken.
Weitere Tipps werden wirklich nur in Fällen überschrittener Entbindungstermine von Hebammen oder Ärzten ans Herz gelegt. Hierzu gehört zum Beispiel die Brustwarzenstimulation: die Brustwarzen werden eine Minute lang kräftig gerubbelt, dann anschließend für zwei bis drei Minuten pausiert bis einen weitere Rubbelminute eingelegt wird. Hierdurch können in der Tat Wehen entstehen, welche signalisieren, dass die Gebärmutter geburtsbereit ist.
Auch eine Gewürzteemischung aus Zimt, Nelken, Ingwer und Verbenentee kann die Wehenaktivität stimulieren. Sprechen Sie dieses Rezept mit Ihrer Hebamme ab: wenn auch Sie schon über dem Geburtstermin liegen, wird sie Ihnen sicherlich gern weiterhelfen.

Die Zeit nach der Geburt ist für die werdenden Eltern von Glück und stürmischen Gefühlen beflügelt. Nach Wochen des Wartens und der ewig erscheinenden Schwangerschaft endlich sein Kind in den Armen halten zu können, erscheint für viele Eltern in den ersten Momenten noch unfassbar – und dennoch sind es die ersten Minuten, die Eltern und Kinder gewissermaßen zusammenschweißen. Der erste Augenkontakt beispielsweise ist ein unvergesslicher Moment, aber auch das Kennen lernen verbindet die Zusammengehörigkeit. Haben sich der neue Erdenbürger und die Eltern miteinander vertraut gemacht, kommt die Hebamme wieder ins Spiel. Noch im Kreissaal wird die U1 – die erste Untersuchung – vorgenommen. Hier werden das Gewicht, die Größe, der Kopfumfang, die Körperfunktionen, die Finger und Zehen, sowie Schädelknochen kontrolliert. Nach dieser anstrengenden Untersuchung wird Ihr Kind sicherlich Hunger haben – schon im Kreissaal wird das Baby zum ersten Mal an Ihre Brust gelegt werden, was auch zu den schönsten Momenten für Mutter und Kind gehört. Dieser intime Kontakt, der von Zärtlichkeit, Liebe und Vertrauen begleitet wird, gilt als prägendes Ereignis.

Wenn alles in Ordnung ist, werden Sie in der Regel noch einige Tage auf der Wochenstation verbringen, bis Sie und Ihr Kind abschließend nach der U2 den Weg nach Hause und als Familie wagen dürfen.

November 5, 2009   Keine Kommentare

Video zur Schwangerschaftswoche 39, SSW 39

Im Video zur 39. Schwangerschaftswoche auf meinhaushalt.at werden wichtige Informationen und Tipps zur Schwangerschaft in der Woche 39 präsentiert.

In der 39. Woche Ihrer Schwangerschaft ist der Fötus 36 Wochen alt, wiegt um die 3200g und ist ca. 48cm groß. Da das Kind in Ihrer Gebärmutter so gut wie keinen Platz mehr hat, hat es sich ganz klein zusammengerollt und die kleinen Arme und Beine fest an den Körper gelegt. Rund 95% aller Kinder liegen bereits mit dem Kopf nach unten in der Geburtsposition und weil es für die Babys so eng geworden ist, bewegen sie sich nicht mehr so stark und nur noch selten. Wenn Sie ein Mal pro Tag ein Lebenszeichen von Ihrem Kind bemerken, so brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen – dann ist alles in bester Ordnung.
Die schützende Käseschmiere, welche das Kind bis vor kurzem noch vollkommen umgab, ist nun fast verschwunden. Der kleine Rest, den Sie nach der Geburt noch erkennen werden, hilft Ihrem Kind den Weg durch den Geburtskanal leichter zu durchgleiten. Viele Hebammen raten an, die restliche Käseschmiere in die Haut einzumassieren, da es ein perfekter Schutz und eine optimale Pflege für die empfindliche Haut Ihres Kindes ist.

Machen Sie sich Gedanken um den Kopf Ihres Kindes während der Geburt? Auch dies hat die Natur geregelt – die Knochen des Kindes sind jetzt und noch lange nach der Schwangerschaft nicht ganz fest, sondern sehr flexibel. Während der Geburt verschieben sich die Kopfplatten des Kindes, damit es besser durch den Geburtskanal gelangen kann. Das oberste Loch auf dem Köpfchen -- die Fontanelle -- ist auch nach der Geburt noch tastbar. Diese Lücke wird erst mit ca. 2 Jahren vollständig verschlossen sein.

Die Geburt an sich ist für das Kind mit beträchtlichem Stress verbunden. Dies ist jedoch nicht bedenklich, da die Föten befähigt sind große Anstrengungen auszuhalten. Während der Wehen werden zahlreiche Hormone aktiviert, welche den Sauerstoffmangel schützen, die Pumpfähigkeit des Herzens unterstützen, die Frequenz der Herzschläge erhöhen, Blut zum Gehirn schleusen und den Blutzuckerspiegel heben – nie wieder im gesamten Leben wird das Kind einen solchen Anflug von Stresshormonen erleben.

Wenn die Wehen dicht nacheinander kommen, geht das Finale los. Die Hebammen überprüfen wie das CTG aussieht, ob der Muttermund vollständig geöffnet ist und drücken vielleicht bei Gelegenheit auf Ihr Gesäß, um die Pressaktivität zu erhöhen. Schaut das Köpfchen dann heraus, sind meist die Schmerzen vollkommen verdrängt. Hat Ihr Kind schlussendlich das Licht der Welt erblickt, sind meist alles Strapazen der Schwangerschaft, die anstrengende Geburt sowie alle Sorgen verflogen.
Der erste Schrei ist häufig ein kleiner, gurgelnder Laut – schließlich müssen um die 25 Millionen Lungenbläschen mit Luft gefüllt werden. Die nachfolgenden Versuche werden umso erfolgreicher sein und den gesamten Kreissaal erfreuen.

Die Abnabelung wird anschließend sofort nach der Entbindung vorgenommen, dennoch befindet sich der Mutterkuchen noch in der Gebärmutter und löst sich stufenweise ab. Die meisten Frauen haben vielleicht noch einige leichte Nachwehen mit der der Mutterkuchen ausgestoßen wird, andere Frauen bemerken diesen Vorgang gar nicht – so sehr sind sie mit dem Kennen lernen Ihres Kindes schon beschäftigt.
Ist der Mutterkuchen dann ausgeschieden worden, wird er von der Hebamme akribisch beäugt, ob Nachgeburt, Mutterkuchen und Fruchtblase auch vollständig sind. Abschließend wird kontrolliert, ob das Gewebe der Scheide oder des Damms gerissen ist. In diesem Fall wird unter lokaler Betäubung genäht – die Wunden heilen sehr schnell und sind irgendwann gar nicht mehr zu spüren.

November 4, 2009   Keine Kommentare

Video zur Schwangerschaftswoche 38, SSW 38

Im Video zur 38. Schwangerschaftswoche auf meinhaushalt.at werden wichtige Informationen und Tipps zur Schwangerschaft in der Woche 38 präsentiert.

In der 38. Woche Ihrer Schwangerschaft ist der Fötus 35 Wochen alt, hat eine Gesamtlänge von ca. 46cm und wiegt um die 3000g. Das Kind ist jetzt rein theoretisch gerüstet für die Geburt, hauptsächlich ist es jetzt nur noch damit beschäftigt an Gewicht zuzulegen. Alle Körperfunktionen stehen, die Lungen des Babys sind funktionstüchtig und auch die Organe liegen an Ort und Stelle. Die Plazenta wiegt mittlerweile ca. 500g, hat einen Durchmesser von 20-25 cm und ist um die 3cm dick.

Viele schwangere Frauen fragen sich häufig „Woran merke ich, dass die Geburt losgeht?“. Diese Frage haben die meisten Schwangeren, wenn die Schwangerschaft zu Ende geht. Da Sie schon einige Senk- oder Vorwehen erleben durften, scheint Ihnen ein Unterschied zu der Eröffnungsphase schwierig zu erscheinen. Bei den Senkwehen, welche in der Regel zwei bis vier Wochen vor der Geburt einsetzen, haben Sie sicherlich festgestellt, wie das Kind merklich tiefer rutschte. Die Senkwehen sind jedoch schmerzfrei und setzten sich lediglich durch kurzzeitige Verhärtungen der Gebärmutter zusammen. Bei den Vorwehen ist es hingegen anders: hier werden Sie leichte Schmerzen verspüren, welche sich wieder lösen. Sie treten häufig in immer kürzer werdenden Abständen auf, auch Verlagerungen der Position können dieses Gefühl nicht lindern. Bei einigen Frauen geht vor den eigentlichen Wehen das Fruchtwasser plötzlich ab, auch hieran können Sie erkennen, dass die Geburt begonnen hat.
Weitere Vorzeichen einer bevorstehenden Geburt können unter anderem

  • Plötzliche Unruhe, Ungeduld oder Konzentrationsschwäche sein
  • Leichter Durchfall
  • Lösung des Schleimpfropfens, welcher bis dahin den Muttermund fest verschlossen hat
  • Leichte bis mittelstarke Rückenschmerzen
  • Unwohlsein

Haben Sie sich schon Gedanken gemacht, wie Sie Ihr Kind ernähren möchten? Mit der Muttermilch bekommt Ihr Kind die beste Nahrung, die es gibt. Sie ist immer vor Ort, wohltemperiert und versorgt den Säugling mit allen nötigen Nährstoffen. Besonders wichtig sind die Abwehrstoffe, welche die Mutter über die Muttermilch an Ihr Kind weitergibt. Diese schützt Ihr Kind vor Infektionen und beugt vor Allergien vor.
Doch neben dem Ernährungsfaktor ist das Stillen an sich eine schöne Erfahrung für Mutter und Kind. So erfahren Sie beide jede Menge Wärme, Zuwendung, Liebe und Zärtlichkeit. Sollte es mit dem Stillen nicht auf Anhieb funktionieren, so lassen Sie sich nicht entmutigen. Ihre Hebamme, welche Ihnen auch nach der Geburt mit Rat und Tat bei Seite stehen wird, hilft Ihnen gerne bei Problemen weiter.

Dennoch kann es passieren, dass die Zusammenarbeit mit Kind und Mutter nicht immer reibungslos verläuft. Vielleicht haben Sie zu wenig Milch, welche Ihr Kind nicht vollständig sättigt oder andere Problemfälle, die das Stillen unmöglich machen. Sorgen Sie nicht zu sehr darum, denn die industrielle Milch ist der Muttermilch mittlerweile sehr nahe. Besprechen Sie auch diesen Punkt mit Ihrer Hebamme und lassen Sie sich bei der Wahl eines Produktes ruhig Zeit. Spezielle Milch für allergiegefährdete Säuglinge ist mit dem „HA-Zeichen“ – die hypoallergene Milch -- gekennzeichnet und schützt ebenso vor Allergien.

Egal, ob Sie sich für das Stillen mit der Brust oder mit der künstlichen Milch aus der Flasche entscheiden – genießen Sie die Zeit mit dem Säugling und lernen Sie sich beide so genau kennen.

Oktober 28, 2009   Keine Kommentare

Video zur Schwangerschaftswoche 37, SSW 37

Im Video zur 37. Schwangerschaftswoche auf meinhaushalt.at werden wichtige Informationen und Tipps zur Schwangerschaft in der Woche 37 präsentiert.

In der 37. Woche Ihrer Schwangerschaft ist Ihr Kind nun 34 Wochen alt, wiegt um die 2700g und ist insgesamt ca. 44cm groß. Das Verdauungssystem und der Darm des Fötus sind noch unreif und werden erst im Alter von ca. 3 oder 4 Jahren vollständig entwickelt sein. Ihr Kind hat nun eine prächtige Fettschicht von 15% seines Körpergewichtes erzielt, welches ihn nach der Geburt gut wärmen wird. Die Haut ist noch recht rosa, weil die Adern dicht unter der Haut entlanglaufen. Da Ihr Baby ein so schönes Gewicht hat, entstehen jetzt kleine Hautfalten an den Knien, den Handgelenken und am Hals, welche auch gern als „Babyspeck“ bezeichnet werden. Wenn es seinen Daumen erwischt, nuckelt er genüsslich daran, trinkt pro Tag bis zu drei Liter Fruchtwasser und ist nun auch so kräftig, dass es feste zugreifen kann.

Sicherlich sind Sie jetzt schon ganz gespannt, wie die Geburt werden wird, schließlich befinden Sie sich nun am Ende der Schwangerschaft, da werden solchen Gedanken immer präsenter. Von der ersten Wehe bis zur Geburtsposition haben viele schwangere Frauen sehr feste Vorstellungen oder hegen dergleichen Phantasien. Natürlich ist es schön, wenn eine Geburt harmonisch und den Vorstellungen gleich abläuft, dennoch sollten Sie sich nicht an „Ideal-Fälle“ orientieren. Dies könnte durchaus zu großen Erwartungen führen und Sie unter Druck setzen. Reden Sie ruhig mit Ihrem Partner, Ihrer Familie oder Freunden sowie der Hebamme über den Geburtsverlauf, auch über Ihre Ängste und Sorgen sowie Freuden. So fühlen Sie sich jedenfalls flexibler, was den Verlauf der Geburt anbelangt.

Dennoch gibt es klare Grundpunkte, die eine Geburt ausmachen. Während der Schwangerschaft haben Sie sich sicherlich den einen oder anderen Gedanken darüber gemacht. Zuerst kommt die Eröffnungsphase, welche in der Regel am längsten dauert. Beim ersten Kind kann diese nicht selten bis zu 12 oder 14 Stunden dauern. Die Wehen setzen ein, der Gebärmutterhals verkürzt sich derart, dass er ganz verschwunden ist, der Muttermund geht auf, die Fruchtblase platzt oder muss zum Platzen gebracht werden. Dann folgt die Übergangsphase, die durchschnittlich zwischen ein bis zwei Stunden andauert. Der Muttermund hat sich hier auf zehn Zentimetern geöffnet, aber der Kopf muss noch hindurch und hierfür tiefer ins Becken rutschen. Die Wehen werden meist etwas heftiger und erlangen meist eine Dauer von 60 bis 90 Sekunden. Mit der Austreibungsphase ist der Muttermund vollständig geöffnet, das Kind ist am Beckenboden angelangt und das Dammgewebe sowie die Schamlippen ausreichend gedehnt. Das Baby kann nun ganz leicht herausgleiten.

Viele Mütter berichten, dass die Austreibungsphase mit Abstand die angenehmste Phase der Geburt ist, da hier aktiv mitgearbeitet werden kann. Vor diesem Zeitpunkt musste man die Wehen wegpusten, hat verschiedene Positionen zur Erleichterung der Wehen ausprobiert und musste der Dinge harren. Mit der Austreibung können Sie aktiv pressen, den Kopf – sofern er schon ein wenig rausguckt – sehen und mit den Finger erfühlen und wissen: nun dauert es nicht mehr lange.
Ist Ihr Kind auf die Welt gekommen, folgt die Nachgeburtsphase, in der die Nabelschnur -- die Verbindung zwischen Mutter und Kind -- getrennt wird. Zudem löst sich nach einiger Zeit die Plazenta von der Gebärmutter und rutscht heraus. Mit diesem letzten Akt ist die Geburt vorüber und Sie können sich nun voll und ganz dem Baby widmen und sich gegenseitig kennen lernen.

Oktober 27, 2009   Keine Kommentare

Video zur Schwangerschaftswoche 36, SSW 36

Im Video zur 36. Schwangerschaftswoche auf meinhaushalt.at werden wichtige Informationen und Tipps zur Schwangerschaft in der Woche 36 präsentiert.

Sie befinden sich nun in der 36. Woche Ihrer Schwangerschaft – nun beginnt der Countdown, schließlich dauert es nunmehr 4 Wochen bis Sie Ihren Liebling in den Armen halten dürfen. Mittlerweile ist der Fötus insgesamt 43cm groß und hat ein stolzes Gewicht von 2500g. Das Köpfchen des Kindes ist derzeit schon tief in Ihr Becken gesunken, so dass es sich aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht mehr umdrehen wird. Auch an Gewicht wird das Kind in den nächsten Tagen noch tüchtig zulegen, um sich so für das Leben außerhalb des Bauches zu stärken. Die Entwicklung des Fötus ist ebenso derart vorangeschritten, dass das Immunsystem des Kindes jetzt unabhängig von der Mutter funktioniert. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es nach der Geburt nicht erkranken kann. Es müssen noch reichlich Antikörper produziert werden.

Etwa 95% aller Kinder liegen gegen Ende des 9. Monats der Schwangerschaft mit dem Köpfchen in der idealen Geburtsposition – mit dem Kopf nach unten. Wenn Ihr Kind sich noch nicht überreden lassen will, so geraten Sie nicht in Panik. Die ungeborenen Zwerge kann man häufig mit kleinen Tricks aus der Sitzposition umstimmen. Zur Durchführung lassen Sie sich am Besten von Ihrer Hebamme beraten. Diese wird Ihnen die „indische Brücke“ – eine Körperhaltung, welche dem Kind mehr Platz zum Drehen verschafft -- sicherlich ans Herz legen, Moxa-Stäbchen am kleinen Zeh über einen Reflexpunkt anbringen oder durch Wärmekontakte das Kind zum Drehen bewegen. Helfen all diese Tricks nichts, so werden auch im Krankenhaus kurz vor der Geburt Versuche gestartet – nützt alles nichts, so ist das Personal ständig in Kaiserschnitt-Bereitschaft.

Sicherlich haben Sie auch bereits die stärker werdende Blasenschwäche bemerkt. Schämen Sie sich allerdings nicht dafür: dieses Problem kennen auch viele andere schwangere Frauen. Während der Schwangerschaft kann beim Lachen, Husten oder Niesen immer ein wenig Urin austreten – mit ein wenig Training der Schließmuskeln lässt sich die Kontrolle über die Blasenfunktion jedoch steigern. Hierzu versuchen Sie einfach während des Urinierens mehrfach den Vorgang zu stoppen, so können Sie langsam die Schließmuskeln mit der Zeit besser steuern.

In den letzten Wochen der Schwangerschaft erreicht Ihre Gebärmutter den höchsten Punkt – sie stößt nun oben an die Rippen und drängt alle umliegenden Organe zur Seite. Dies bedeutet für Sie allerdings Erleichterung, da durch die Senkwehen der Kopf Ihres Kindes immer weiter in das Becken rutscht und die Atmung wieder leichter fällt oder der Druck auf das Herz schwächer wird. Hingegen kommt meist ein anderes Übel hinzu: die Belastung auf die Blase ist nun stärker, was viele schwangere Frauen häufiger den Gang zur Toilette beschert.

Ihr Körper rüstet sich mittlerweile immer besser für die Geburt. Es lockert sich beispielsweise das Gewebe im Geburtskanal, die Gelenke werden nachgiebiger und auch die Bänder, welche das Becken zusammenhalten, lockern sich. Für viele Frauen wird die Bewegung mit dem großen Bauch allerdings immer schwerer. Ein leichter „Entengang“ macht sich bemerkbar, das Aufstehen vom Sofa oder dem Bett fällt zusehends schwerer, selbst das Schnüren der Schuhe ist ein reiner Kampfakt – und dennoch vollbringen viele werdende Mütter diese Prozeduren mit einem Lächeln auf den Lippen. Nicht mehr lange und all die Strapazen werden vergessen sein, wenn Sie Ihren Engel in den Armen halten dürfen.

Oktober 26, 2009   Keine Kommentare

Video zur Schwangerschaftswoche 35, SSW 35

Im Video zur 35. Schwangerschaftswoche auf meinhaushalt.at werden wichtige Informationen und Tipps zur Schwangerschaft in der Woche 35 präsentiert.

In der 35. Woche Ihrer Schwangerschaft ist der Fötus 32 Wochen alt, hat eine Gesamtlänge von ca. 41cm und wiegt um die 2300g.
Durch die immer größer werdende Enge kann Ihr Kind leider nicht mehr frei im Fruchtwasser schwimmen. Trotzdem genügt Ihrem Kind der vorhandene Platz, um sich zu bewegen oder hin und wieder einen Schluck Fruchtwasser zu trinken.
In dieser Phase haben fast alle Babys noch blaue Augen – dies liegt an der noch nicht abgeschlossenen Pigmentierung. Für die endgültige Farbgebung der Augen ist ein Lichteinfall nötig. Welche Augenfarbe Ihr Kind schlussendlich haben wird, steht erst mit ca. 2 Jahren fest.
Eine grün-schwarze, klebrige Masse füllt zurzeit die Gedärme Ihres Kindes. Das so genannte „Kindspech“ oder auch Mekonium besteht aus Rückständen von Zellen und Fett sowie aus dem Fruchtwasser, Haaren, Gallenflüssigkeit und auch Schleim. Diese Masse wird in den ersten Stuhlgängen des Kindes nach der Geburt die Windel füllen.

Während Ihre Gedanken nun immer häufiger um die bevorstehende Geburt kreisen, denken Sie vielleicht auch über andere Dinge nach, welche die Entbindung betreffen. Sicherlich haben Sie im Geburtsvorbereitungskurs schon von dem Dammschnitt gehört. Ein Dammschnitt wird heutzutage nicht mehr grundsätzlich durchgeführt, kann allerdings bei einer erstgebärenden Frau manchmal notwendig sein. Die Entscheidung liegt hier beim Geburtshelfer und der Hebamme, ob der Damm elastisch genug oder ob ein Schnitt von Nöten ist. Durch diese Unterstützung wird ein kleiner Schnitt vorgenommen, welche Sie unter der Geburt und dem bestehenden Druck kaum spüren werden. Damit dies jedoch nicht unbedingt nötig ist, sollten Sie während des letzten Drittel der Schwangerschaft täglich eine Massage des Damms mit einem guten Massageöl oder einer Vitamin-E-haltigen Creme vornehmen, indem Sie das Dammgewebe zwischen die Finger nehmen und massieren.

Manchmal kommt es auch zu einem Kaiserschnitt. In einigen Fällen wird dies von den Ärzten schon vor Geburtsbeginn entschieden, da dies zum Wohl für Kind und Mutter ist. Fälle für diese Situation kann eine Steißlage des Kindes sein (wenn das Kind mit den Füßen nach unten liegt) oder wenn ein zu großes Kind nicht durch den Geburtskanal passen würde. Ein Kaiserschnitt kann jedoch auch die Entscheidung der Ärzte unter der Geburt sein. Öffnet sich der Muttermund nicht weit genug oder verschlechtert sich die Situation für Mutter und Kind erheblich, so wird diese Maßgabe durchgeführt. Die OP wird unter Vollnarkose oder mit einer Rückenmarksbetäubung vollzogen. Hierfür wird die Bauchdecke und die Gebärmutter von dem behandelnden Arzt geöffnet, das Kind herausgenommen, entnabelt und anschließend die Plazenta entfernt. Nachdem die frischgebackene Mutter das Kind dann kurz begutachten konnten, wird sie vernäht und das Kind vorab untersucht.

Manche Frauen bestehen ebenso auf einen Wunschkaiserschnitt. Hierfür müssen keine medizinisch gravierenden Gründe vorliegen, sondern ist allein der Wunsch der schwangeren Frau zu einem bestimmten Zeitpunkt Ihr Kind per Kaiserschnitt auf die Welt zu bringen. Gründe für diesen Wunsch sind manchmal ein höheres Alter, schlechte Erfahrung, starke Ängste vor den Schmerzen oder andere Antriebe. Für viele Ärzte ist dies ein Zwiespalt, da bei einer gesunden Frau eine Operation durchgeführt werden muss, welche vielleicht nicht notwendig ist. Obwohl die Prämisse gegeben ist, dass in heutiger Zeit ein Kaiserschnitt unkompliziert und schnell verläuft, zeigen Untersuchungen, dass dies nicht immer die beste Art der Entbindung ist – sowohl für die Mutter als auch für das Kind. Unterhalten Sie sich daher am Besten während der Schwangerschaft ausführlich mit Ihrem Arzt und Ihrer Hebamme.

Oktober 21, 2009   Keine Kommentare

Video zur Schwangerschaftswoche 34, SSW 34

Im Video zur 34. Schwangerschaftswoche auf meinhaushalt.at werden wichtige Informationen und Tipps zur Schwangerschaft in der Woche 34 präsentiert.

In der 34. Woche Ihrer Schwangerschaft ist der Fötus um die 39cm groß und hat ein Gewicht von ungefähr 2100g. Im Mutterleib wird es für das Kind immer enger und es hat nur noch bedingt Raum für seine Bewegungen. Durch die Senkwehen, welche Sie hin und wieder verspüren werden, rutscht der Fötus immer weiter nach unten.
Ihr Baby hat nun einen höheren Kalziumspiegel im Blut, als Sie selbst. Dies ist nötig, damit das gesunde Wachstum der Knochen gewährleistet ist. Für das gewisse Maß an Kalzium sorgt die Plazenta und zapft die Reserven der Mutter an.
Es ist zwar nicht möglich zu sagen, dass Ihr Kind in den Schlafphasen träumt, dennoch wurde bereits wissenschaftlich erwiesen, dass die Babys im Mutterleib eindeutige REM-Phasen haben. REM steht für rapid eye movement und erklärt die Phase, in der sich die Augen unter den geschlossenen Lidern bewegen, welche also Voraussetzung für das Träumen sind.

Sicherlich kreisen Ihre Gedanken schon viel um die bevorstehende Geburt. Überlegen Sie sich, wer Sie unter der Geburt begleiten soll und wie Sie die Geburt erleben möchten. Entspannungsmöglichkeiten während der Geburt können in Form von Massagen, Übungen und Entspannungsbädern erfolgen. Viele schwangere Frauen möchten eine enge Bezugsperson an ihrer Seite haben, mit denen sie sprechen können und welche ihnen unter der Geburt Hilfe leisten. Es ist sehr wichtig, dass Sie mit dieser Person über die bevorstehende Geburt sprechen – sollte die Person der Aufgabe nicht gewachsen sein, so ist diese für Sie nicht wirklich eine Hilfe. Nicht jeder Partner oder die beste Freundin hält die psychischen Belastungen aus. Vielleicht begleitet Sie in dieser Zeit Ihre Hebamme des Vertrauens oder eine Freundin, welche eventuell schon ein Kind geboren hat.

Wissen Sie schon, wo Sie entbinden möchten? Die Wahl des Entbindungsortes ist vielen schwangeren Frauen überaus wichtig. Nehmen Sie sich ruhig Zeit über den Ort Ihrer Wahl nachzudenken – Fragen Sie auch Bekannte, Freunde und die Familie nach ihren Erfahrungen. Während in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Hausgeburt beispielsweise durchaus üblich war, nehmen heutzutage nur noch ca. 1% der schwangeren Frauen dieses Angebot wahr. Verantwortungsvolle Hebamme nehmen in diese Fällen die Geburt in die Hand, informieren jedoch auch im Vorfeld über die nicht vorhersehbaren Risiken und Problemfälle. Alternativ stehen auch Geburtshäuser zur Verfügung, welche in einigen Städten bei unauffälligem Verlauf der Schwangerschaft und ohne erkennbare Besonderheiten die Möglichkeit bieten in persönlichem und häuslichem Ambiente das Kind auf die Welt zu bringen. Diese Geburtshäuser achten streng auf die Vorbedingungen und arbeiten eng mit Krankenhäusern zusammen, so dass im Notfall die Hilfe nicht weit entfernt ist.
In den deutschsprachigen Ländern entscheiden sich jedoch die meisten schwangeren Frauen eher für eine Geburt im Krankenhaus. Neben ambulanten Geburten und einem recht kurzen Krankenhausaufenthalt scheint dies für die meisten werdenden Mütter eine gute Entscheidung zu sein. Eine Nachbetreuung Ihrer Hebamme ist auf jeden Fall eine gute Wahl, da diese Ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht und Ihnen viele nützliche Tipps mit auf den Weg geben kann.

Natürlich kreisen die Gedanken der werdenden Mutter auch um die Schmerzbewältigung während der Geburt. Die Wehen und der Geburtsschmerz sind jedoch bei jeder Frau unterschiedlich und da eine jede Geburt anders verlaufen kann, sind auch die Schmerzempfindungen mannigfach. Wissenschaftlich ist erwiesen, dass einer Frau die Ungeduld und auch die Angst vor der Geburt ein wenig genommen werden kann, wenn diese gut über den Geburtsvorgang Bescheid weiß. Durch Schwangerschafts- und Geburtsvorbereitungskurse ist dies eine sehr gute Möglichkeit, einen kleinen Einblick auf den großen Tag zu erhalten. Aber auch Ihr Arzt und Ihre Hebamme beantworten Ihnen gern alle Fragen rund um die Entbindung.

Erkundigen Sie sich während Ihrer Anmeldung in der Klinik oder bei Ihrer Hebamme um die Möglichkeiten der Schmerzbehandlung während der Geburt. Homöopathische Mittel, Entspannungsübungen, Akupunktur oder andere Schmerzmittel sowie die rückmarksnahe Betäubung (Periduralanästhesie) oder eine Lokalanästhesie sind Beispiele für eine „Schmerzausschaltung“. Sprechen Sie jedoch diese Varianten schon vor der Geburt mit dem Klinikpersonal oder Ihrer Hebamme klar ab, da gerade krampflösende Mittel und andere Beruhigungsmittel zwar die Schmerzwahrnehmung blockieren, jedoch die Medikamentenvergabe nicht immer gut für Mutter und Kind sein muss.

Oktober 21, 2009   Keine Kommentare

Video zur Schwangerschaftswoche 33, SSW 33

Im Video zur 33. Schwangerschaftswoche auf meinhaushalt.at werden wichtige Informationen und Tipps zur Schwangerschaft in der Woche 33 präsentiert.

Sie befinden sich nun in der 33. Woche Ihrer Schwangerschaft. Das Kind ist jetzt 30 Wochen alt, hat eine Gesamtlänge von 38cm erreicht und wiegt um die 1900g. Der Körper des Fötus wächst mittlerweile nicht mehr schnell, dafür arbeitet jedoch sein Gehirn rasant weiter: es entstehen zügig neue Hirnwindungen und auch der Schädel passt sich weiter an.
Von der Lanugo-Behaarung, die einst Ihr Kind bedeckte, ist fast nichts mehr zu sehen, dafür wächst das Kopfhaar nun kräftiger. Auch die Zehen- und Fingernägel sind fertig. Mit wachsendem Fettspeicher des Babys, erhält es langsam ein rundliches Aussehen, so dass es schon recht wie ein Neugeborenes ausschaut.
Doch im Bauch der Mama wird es für das ungeborene Kind nun immer enger. Der Fötus zieht seine Beine und Arme an – auch nach der Geburt wird Ihr Kind einige Zeit lang mit angewinkelten Armen schlafen, deshalb spricht man hier von der „Embryonalstellung“.

Damit das Kind nach der Geburt die Temperaturschwankungen ausgleichen kann und sich an sein neues Umfeld gewöhnt, nimmt es jetzt kräftig zu – auch Sie werden es in den nächsten Wochen zu spüren bekommen. Im Schnitt wird Ihr Kind um die 200g pro Woche zulegen. Auch die Übungen gehen weiter: Ihr Kind trinkt derzeit täglich bis zu drei Liter Fruchtwasser und scheidet es wieder aus. So werden die Nieren, die Blase und der Magen trainiert. In der Lunge Ihres Kindes entwickelt sich weiterhin ein oberflächenaktiver Stoff, welcher dafür Sorge trägt, dass die Lungenbläschen direkt nach der Geburt aktiv werden und das Neugeborene atmen kann.
Durch die Enge in der Gebärmutter wird das Kind ebenfalls auf die bevorstehende Geburt vorbereitet. Alle Funktionen Ihres Körpers und auch die des Kindes richten sich schon langsam auf den wichtigen Tag ein. Zum Beispiel drehen sich nun viele Kinder mit den Kopf nach unten in die optimale Gebärposition und rutschen dabei tiefer in das mütterliche Becken. Sie werden es besonders daran merken, dass Sie wieder besser atmen können.

Sicherlich machen Sie sich schon Gedanken darüber, wie Ihr Kind wohl aussehen mag. Die kleinen Einblicke der Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft hinterlassen zwar schon erste Eindrücke, aber die Liveversion ist bei Weitem ein anderes Erlebnis. Viele Frauen schwelgen nun in Ihren Fantasien und halten in Gedanken schon Ihr Kind in den Armen. Wird es mehr wie ich aussehen oder doch meinem Partner ähneln?
Dieser Tage wird sich auch emotional vielerlei bei Ihnen ändern: Viele schwangere Frauen beschreiben die Endphase der Schwangerschaft als Achterbahn der Gefühle. Von Himmelhochjauzend bis hin zu Tode betrübt scheint alles dabei zu sein, was die Hormone hergeben können. Dieses Gefühlschaos ist jedoch tief in uns verankert. Die werdende Mutter bereitet sich seelisch auf die neue Situation vor. Seien Sie also unbesorgt, es ist alles von naturgegebenen und stärkt die Bindung zu Ihrem Kind.

Ist Ihnen mittlerweile der nächtliche Schlaf verwehrt? Bereits in der 33. SSW der Schwangerschaft sind einige Schlafpositionen anstrengend oder auf Dauer unangenehm. Liegen Sie zu lange auf dem Rücken, so kann es sein, dass Ihnen mit der Zeit schwindelig oder unwohl wird. Der Grund hierfür liegt klar auf der Hand: die Gebärmutter belastet mitsamt dem Gewicht des Kindes, des Fruchtwassers und der Plazenta eine Hohlvene. Fließt durch den Druck weniger Blut zum Herzen, so erhält Ihr Körper unzulänglich Sauerstoff und auch das Baby kann nicht ausreichend versorgt werden.
Damit Sie deshalb die letzten Wochen ein wenig ruhigen Schlaf erhalten sind im Folgenden ein paar Tipps dargelegt:

  • Schlafen Sie, wenn es möglich ist, auf der linken Seite. Winkeln Sie zudem das rechte Bein an und legen Sie ein flaches Kissen zwischen Ihre Oberschenkel: so können Sie stabil und vor allem bequem liegen und auch schlafen.
  • Sind Ihnen diese neuen Schlafgewohnheiten zu Anfang unangenehm, so behelfen Sie sich vor dem Schlafengehen mit einem schönen, entspannenden Lavendelbad. Durch die Erholung können Sie besser schlafen.
  • Helfen all diese Tipps Ihnen nicht weiter, so legen Sie ruhig auch tagsüber das eine oder andere „Nickerchen“ ein. Selbst eine halbe Stunde kann Ihnen schon verhelfen, den Schlafmangel wett zu machen.

Oktober 19, 2009   Keine Kommentare