Zimt – das natürliche Hausmittel

Apr 4, 2012 von


Zimt schmeckt nicht nur gut auf Milchreis und kann dem Kaffee eine besondere Note verleihen. Der Zimt ist ein wahrer Allrounder und lässt sich vielseitig im Haushalt verwenden.

Was genau ist eigentlich Zimt?

Bei dem Wort Zimt denken alle gleich an die Weihnachtsbäckerei, an Glühwein oder Chai-Latte. Das gemahlene, braune Pulver ist allerdings eines der ältesten Gewürze, welches sich laut Überlieferung bereits seit 3000 v. Christus in China großer Beliebtheit erfreut. Im 15. Jahrhundert brachte Vasco da Gama den Zimt schließlich nach Europa. Es galt als besonders teures und kostbares Gewürz und war ausschließlich der reichen Gesellschaft vorbehalten.

Ein Gewürz hat es in sich

Zimt wird gern zur Verfeinerung von Getränken oder Alkoholika verwendet. In Indien benutzt man es ebenso mit Vorliebe für Fleischgerichte. In Asien wird Zimt mit anderen hochwertigen Gewürzen gemischt und schließlich auch Zimtöl hergestellt, welches zum Aromatisieren von Likören und als Duftstoff für Parfüm dienlich ist.

Wie hilfreich ist Zimt im Haushalt?

Den Genüssen zum Trotz kann das vielseitige Gewürz auch als Hausmittel durchaus nützlich sein.

  • Isst man einen Teelöffel Zimt und trinkt anschließend ein Glas Wasser, so kann Durchfall vertrieben werden.
  • Unerwünschte Gerüche in der Küche können oftmals lästig sein. Der Duft von Fisch, Fleisch und Kohlsorten lassen sich schwer entfernen, aber mit einem Topf voll Wasser und einer guten Prise Zimt, kann man dieses Problem hervorragend lösen. Das Wasser-Zimt-Gemisch einfach aufkochen lassen – schon werden die unliebsamen Aromen neutralisiert und ein angenehmer Hauch von Zimt bleibt zurück.
  • Schädlinge im Haus? Kein Problem, wenn man Zimt einsetzt. So kann man zum Beispiel eine Ameisen-Straße sehr gut mit diesem Gewürz in die Flucht schlagen. Einfach ein kleines Häufchen Zimt auf den Ursprungspunkt der Kolonie geben und die Schmarotzer verschwinden. Warum? Krabbeltiere können den Geruch von Zimt nicht ausstehen.
  • Halsschmerzen ade. Ein uraltes Hausrezept besagt, dass Zimtstangen Halsweh lindern kann. Einfach auf einer Zimtstange kauen – das vertreibt die Schmerzen im Rachen und Hals. Weiterhin kann Zimt auch bei Blähungen, Verdauungsbeschwerden sowie Entzündungen, Rheuma und Kreuzschmerzen eingesetzt werden. Auch bei Erkältungsbeschwerden ist es durchaus nützlich.
  • Mediziner fanden nun auch heraus, dass Zimt eine blutzuckersenkende Wirkung besitzt. So kann in frühen Stadien von Diabetes mellitus Abhilfe geschafft werden. Über diese Wirkung sollte man sich allerdings mit seinem Arzt nochmals individuell auseinandersetzen.
  • Wer hätte das gedacht? Zimt hat auch desinfizierende Eigenschaften. So kann man das Gewürz auch sehr gut als Zusatz zum Wischwasser geben.

Wann sollte man vorsichtiger mit Zimt umgehen?

Wer allergisch gegen Kräuterpollen reagiert, sollte auch mit Zimt vorsichtig sein. Kreuzallergien in dieser Richtung kamen bereits vermehrt vor.
Auch in der Schwangerschaft sollte man mit dem Zimt sehr sparsam umgehen. Das Öl kann unter anderem Wehen auslösen.

Studien ergaben weiterhin, dass ein bestimmter Anteil der Bevölkerung scheinbar recht empfindlich auf Zimt reagiert. Warum dies allerdings so ist, konnte noch nicht erwiesen werden. Fakt ist jedoch, dass Leberschäden und sogar ein erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen die Folge sein können. Aufgrund dieser Erkenntnisse sollten Menschen lediglich ein bestimmtes Maß an Zimt verzehren. Empfohlen ist eine Tagesmenge von höchstens 2mg pro Kilogramm Lebensmitteln.

Grund: In Fertigprodukten wird häufig das erheblich günstigere Cassia-Zimt verwendet, welches einen höheren Cumarin-Anteil aufweist als der hochwertigere Ceylon-Zimt. Hersteller sind leider nicht dazu verpflichtet die verwendeten Zimtarten aufzuweisen, so dass es für den Verbraucher schwerer nachzuvollziehen ist, wie hoch der Cumarin-Anteil im Produkt ist. Der Grenzwert vonCumarin liegt übrigens bei 0,1mg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag.

Tipp: der Grenzwert ist für Kinder schnell erreicht. Daher sollte diese täglich nicht mehr als

  • 4 Zimtsterne
  • 1 Lebkuchen
  • 200g Milchreis mit Zimt + Zucker
  • 2 Müsliriegel
  • oder 75g Fertig-Müsli

zu sich nehmen.

Foto von Janine, meinhaushalt.at

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