
Autor
Redaktion
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Geposted am
13. Juni 2026
Sonnencreme gehört im Sommer in jede Tasche. Trotzdem passiert im Alltag schnell etwas, das den Schutz schwächt: zu wenig Creme, zu spät eingecremt, beim Nachcremen vergessen oder nach dem Schwimmen nicht erneuert. Gerade bei Kindern, Freibad, Garten und Ausflug ist eine einfache Routine hilfreicher als komplizierte Regeln.
Wichtig vorweg: Sonnencreme ist nur ein Teil des Sonnenschutzes. Schatten, Kleidung, Sonnenhut, Sonnenbrille und Pausen in der Mittagssonne sind genauso wichtig.
1. Zu wenig Sonnencreme verwenden
Der häufigste Fehler ist die Menge. Viele tragen Sonnencreme sehr sparsam auf, weil sie klebt oder glänzt. Dadurch wird der angegebene Lichtschutzfaktor im Alltag oft nicht erreicht. Besser ist: großzügig auftragen und besonders exponierte Stellen wie Nase, Ohren, Nacken, Schultern, Fußrücken und Handrücken nicht vergessen.
Für Kinder ist es praktisch, Körperbereiche nacheinander einzucremen: Gesicht, Nacken, Arme, Beine, Rücken, Bauch. So übersieht man weniger.
2. Erst in der prallen Sonne eincremen
Sonnenschutz sollte nicht erst auf der Picknickdecke oder direkt am Beckenrand beginnen. Besser ist es, sich zuhause oder im Schatten einzucremen, bevor es hinausgeht. So hat man mehr Ruhe und die Creme landet nicht halb auf Handtuch, Autositz oder Kleidung.
Für Familien hilft eine feste Reihenfolge: eincremen, anziehen, Trinkflasche einpacken, losgehen.
3. Nach dem Schwimmen nicht nachcremen
Wasser, Abtrocknen, Schwitzen und Reibung verringern den Schutz. Auch wasserfeste Sonnencreme muss nach dem Baden, Abtrocknen oder starkem Schwitzen erneuert werden. Nachcremen verlängert nicht beliebig die Zeit in der Sonne, es stellt nur den Schutz wieder besser her.
Ein Timer am Handy oder eine kleine Erinnerung in der Badetasche kann helfen, besonders wenn Kinder spielen und niemand auf die Uhr schaut.
4. Wolken unterschätzen
Auch bei bewölktem Himmel kann UV-Strahlung die Haut erreichen. Ein kühler Wind oder Wolken fühlen sich harmloser an, ersetzen aber keinen Schutz. Besonders im Freibad, auf Bergen, am Wasser oder auf hellen Flächen kann die Belastung höher sein, als man denkt.
Wer länger draußen ist, sollte deshalb nicht nur nach Temperatur entscheiden, sondern nach UV-Situation und Aufenthaltsdauer.
5. Sonnenhut und Kleidung vergessen
Sonnencreme ist keine Einladung, stundenlang in der Sonne zu bleiben. Kleidung schützt zuverlässig, wenn sie dicht genug gewebt ist und die Haut bedeckt. Für Kinder sind Sonnenhut, Shirt und Schatten oft alltagstauglicher als ständig neu zu cremen.
Im Kinderwagen, am Spielplatz und im Freibad ist Schatten besonders wichtig. Direkte Mittagssonne sollte man, wenn möglich, meiden.
6. Alte Sonnencreme unkritisch weiterverwenden
Sonnencreme vom Vorjahr kann noch in Ordnung sein, muss es aber nicht. Hat sie sich getrennt, riecht anders, ist klumpig oder war lange großer Hitze ausgesetzt, besser ersetzen. Produkte sollten kühl und nicht dauerhaft im heißen Auto liegen.
Praktisch ist, am Saisonbeginn alle Tuben einmal durchzusehen und eine kleine Sonnencreme für Tasche, Auto oder Ausflug bereitzulegen.
7. Lippen, Ohren und Fußrücken vergessen
Es sind oft die kleinen Stellen, die abends rot werden: Ohren, Scheitel, Nacken, Lippen, Schultern, Fußrücken und Hände. Gerade bei Sandalen und Flip-Flops werden Fußrücken schnell vergessen.
Für Lippen gibt es Pflegestifte mit Lichtschutzfaktor. Für den Scheitel helfen Hut, Kappe oder Tuch meist besser als Creme.
8. Sonnenschutz erst nach dem Sonnenbrand ernst nehmen
Wenn die Haut bereits rot ist, braucht sie Pause. Dann heißt es raus aus der Sonne, kühlen, trinken und die Haut schonen. Bei starken Schmerzen, Blasen, Fieber, Kreislaufproblemen oder Sonnenbrand bei Babys und Kleinkindern sollte medizinischer Rat eingeholt werden.
Besser ist es, schon vor dem ersten Sonnenbrand konsequent zu sein. Das ist weniger Aufwand als ein schmerzhafter Abend danach.
Meine einfache Sonnenschutz-Routine
- Sonnencreme sichtbar bei Tasche, Haustür oder Badesachen lagern.
- Vor dem Losgehen im Schatten oder zuhause eincremen.
- Nase, Ohren, Nacken, Schultern, Hände und Fußrücken bewusst prüfen.
- Nach Baden, Schwitzen und Abtrocknen nachcremen.
- Mittagssonne möglichst meiden.
- Sonnenhut, Shirt, Sonnenbrille und Schatten mitdenken.
- Alte oder auffällige Sonnencreme aussortieren.
So wird Sonnenschutz weniger zur Diskussion und mehr zur Gewohnheit. Genau das macht ihn im Familienalltag deutlich einfacher.
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Quellen und weiterführende Informationen
- BMLUK: Empfehlungen zum Schutz vor UV-Strahlung
- Bundesamt für Strahlenschutz: Sonnencreme
- Sonne ohne Reue: Broschüre zum richtigen Sonnenschutz
- Klima Mensch Gesundheit: Tipps zum UV-Schutz
Artikelbild: KI-generiertes Symbolbild.