
In den Sommerferien muss nicht jeder Nachmittag durchgeplant sein. Oft reicht eine gut gefüllte Bastelkiste, die sichtbar im Regal steht und sofort loslegen lässt. Der Vorteil: Kinder können selbst auswählen, Eltern müssen nicht jedes Mal neu Material suchen, und vieles kommt aus Dingen, die ohnehin im Haushalt anfallen.
Für die Kiste eignen sich Schuhkartons, Klopapierrollen, Eierkartons, saubere Schraubgläser, Stoffreste, Bänder, Zeitungspapier, Geschenkpapier, Naturmaterialien, Kleber, stumpfe Kinderschere und Farbstifte. Kleinteile gehören bei jüngeren Kindern außer Reichweite, und alles, was scharf, heiß oder zerbrechlich ist, bleibt Sache der Erwachsenen.
So richten Sie die Bastelkiste ein
- Eine Box statt viele Sackerl: Alles kommt in eine Kiste, die Kinder leicht herausnehmen können.
- Material sortieren: Papier, Karton, Gläser, Rollen, Naturmaterialien und Stifte getrennt sammeln.
- Nur saubere Dinge hineinlegen: Gläser, Dosen und Verpackungen vorher waschen und trocknen lassen.
- Einfach starten: Drei bis fünf Ideen auf kleine Karten schreiben oder mit einem Symbol markieren.
- Regel klar machen: Nach dem Basteln werden Schere, Kleber und Stifte wieder zurückgelegt.
1. Kartonburg bauen
Ein Schuhkarton, leere Rollen und ein paar Kartonreste werden schnell zur Burg. Erwachsene schneiden Türen oder Zinnen vor, Kinder bemalen Mauern, kleben Türme an und bauen Figuren dazu. Das ist ideal für Regentage, weil die Burg später auch zum Spielen weiterverwendet wird.
2. Papierkronen für den Ferientag
Aus Tonpapier, altem Geschenkpapier oder Kartonstreifen entstehen Kronen. Kinder können sie mit Punkten, Papierblumen oder ausgeschnittenen Mustern verzieren. Wer mehrere Kinder beschäftigt, macht daraus gleich ein kleines Rollenspiel: Königin, Schatzsucher, Waldfee oder Ritter.
3. Blumengirlande aus Papierresten
Papierreste in Blütenformen schneiden, auf eine Schnur kleben oder mit Wäscheklammern befestigen. Die Girlande passt ins Kinderzimmer, auf den Balkon oder an die Tür. Gut funktioniert sie auch als Deko für Geburtstagsfeiern oder Ferienpicknick.
4. Windlichter aus Schraubgläsern
Saubere Gurken- oder Marmeladegläser lassen sich mit Papierstreifen, gepressten Blättern oder dünnem Stoff bekleben. Wichtig: Kerzen nur mit Erwachsenen verwenden. Für Kinder sind LED-Teelichter die entspanntere Variante.
5. Schatzdose aus einer Konservendose
Eine saubere Dose wird mit Papier umwickelt und bemalt. Oben kann ein Stoffrest als Abdeckung dienen. Darin verschwinden Muscheln, Steine, Eintrittskarten, Sommerfotos oder kleine Fundstücke vom Ausflug.
6. Ferienpostkarten selber machen
Aus Karton werden Postkarten. Kinder malen den schönsten Ferientag, kleben Blätter oder Fotos auf und schreiben ein paar Worte dazu. Das ist besonders nett für Großeltern oder Freundinnen und Freunde, die man in den Ferien nicht sieht.
7. Naturmandala legen
Blätter, kleine Steine, Blüten, Zapfen und Stöckchen werden draußen zu einem Mandala gelegt. Nichts muss geklebt werden. Danach kann man ein Foto machen und alles wieder in die Natur zurücklegen. Bitte keine geschützten Pflanzen pflücken.
8. Mini-Schnitzeljagd vorbereiten
Kinder basteln kleine Hinweiszettel, Pfeile aus Karton oder Schatzkarten. Danach wird im Garten, in der Wohnung oder am Spielplatz gesucht. Das ist eine gute Brücke zwischen Basteln und Bewegung.
9. Geräusche-Memory aus Dosen
Kleine Dosen oder undurchsichtige Behälter paarweise mit Reis, Nudeln, kleinen Steinen oder Knöpfen füllen. Die Kinder hören, welche zwei gleich klingen. Alles gut verschließen und bei jüngeren Kindern nur gemeinsam spielen.
10. Ferienglas für schöne Momente
Ein leeres Glas wird verziert. Danach kommen kleine Zettel hinein: “Eis essen”, “Wasserschlacht”, “Buch vorlesen”, “Freundin einladen”, “Picknick am Boden”. Wenn Langeweile kommt, wird ein Zettel gezogen.
Was besser nicht in die Bastelkiste kommt
- Heißklebepistolen und Cutter
- sehr kleine Perlen für Kleinkinder
- Glitzer, wenn danach niemand putzen möchte
- ungereinigte Dosen oder Gläser
- Materialien mit scharfen Kanten
Die Bastelkiste muss nicht perfekt aussehen. Sie soll griffbereit sein, wenig kosten und Kindern ermöglichen, selbst ins Tun zu kommen. Genau das macht sie in langen Ferientagen so nützlich.
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Quellen und weiterführende Informationen
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- DIE UMWELTBERATUNG: Weniger Mist durch selbstgemachte Deko
- DIE UMWELTBERATUNG: Dekoration mit Naturmaterialien
- Saferinternet.at: Entspannte Ferien und digitale Medien
Artikelbild: KI-generiertes Symbolbild.