Manchmal merkt man es erst am Abend: Die Haut spannt, der Kopf ist schwer, der Kreislauf fühlt sich wackelig an. Nach Badesee, Gartenarbeit, Balkon oder Stadtwegen kann ein heißer Tag länger nachwirken als erwartet.
Wichtig ist jetzt nicht, tapfer weiterzumachen. Raus aus der Sonne, abkühlen, trinken und Warnzeichen ernst nehmen. Besonders bei Kindern, älteren Menschen und Personen mit Vorerkrankungen sollte man nicht lange abwarten, wenn es deutlich schlechter wird.
Erster Schritt: raus aus Sonne und Hitze
- Schatten oder kühlen Raum suchen: Nicht weiter in der Sonne sitzen.
- Enges oder warmes Gewand lockern: Luftige Kleidung hilft beim Abkühlen.
- Wasser trinken: In kleinen Schlucken, nicht eiskalt und nicht hektisch.
- Sanft kühlen: Kühle, feuchte Tücher auf Nacken, Arme oder Beine legen.
- Ruhe geben: Sport, Gartenarbeit, Haushalt und Wege verschieben.
Sonnenbrand: kühlen, nicht reizen
Ein Sonnenbrand ist mehr als eine leichte Rötung. Die Haut ist gereizt, warm und empfindlich. Jetzt braucht sie Schutz und Ruhe.
- Kühl, aber nicht eiskalt: Lauwarm bis kühl duschen oder feuchte Tücher auflegen.
- Haut nicht rubbeln: Weiche Handtücher und lockere Kleidung verwenden.
- Keine Hausmittel-Experimente: Öl, Zitronensaft, Alkohol oder stark duftende Produkte reizen zusätzlich.
- Blasen nicht öffnen: Bei Blasen, starken Schmerzen oder großen betroffenen Flächen ärztlich abklären lassen.
- Sonne meiden: Bis die Haut beruhigt ist, bleibt direkte Sonne tabu.
Sonnenstich oder Hitzebelastung: Warnzeichen ernst nehmen
Wenn nach Sonne und Hitze starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, Benommenheit, Fiebergefühl oder ungewöhnliche Erschöpfung auftreten, sollte man vorsichtig sein. Das kann auf eine deutliche Hitzebelastung hinweisen.
Bei Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen, sehr starkem Krankheitsgefühl, Krampfanfällen, Atemproblemen oder wenn sich der Zustand nicht bessert, ist medizinische Hilfe nötig. Im Zweifel lieber früh nachfragen, besonders bei Kindern.
Kinder nach einem heißen Tag beobachten
Kinder können beim Spielen lange über ihre Grenzen gehen. Am Abend zeigt sich dann, dass sie zu wenig getrunken, zu lange in der Sonne gespielt oder zu wenig Pausen gemacht haben.
- Trinken anbieten: Kleine Schlucke Wasser oder stark verdünnte Getränke.
- Körper abkühlen: Kühle Tücher, Schatten, ruhiger Raum.
- Haut prüfen: Rötung, Hitzegefühl, Schmerzen oder Blasen ernst nehmen.
- Nicht allein lassen: Wenn ein Kind matt, verwirrt oder ungewöhnlich schläfrig wirkt, Hilfe holen.
Was am nächsten Tag besser wartet
Nach zu viel Sonne sollte der nächste Tag ruhiger werden. Das gilt auch dann, wenn es am Morgen schon wieder halbwegs gut geht.
- keine direkte Sonne auf geröteter Haut
- keine intensive Gartenarbeit oder Sporteinheit
- keine langen Wege in der Mittagshitze
- leichte Kleidung und Schatten bevorzugen
- Trinken und Pausen aktiv einplanen
Die Badetasche für das nächste Mal
- Sonnencreme mit ausreichendem Schutz
- Hut, Sonnenbrille und UV-Shirt
- Wasserflaschen für alle
- Leichtes Tuch oder Kleidung für Schattenpausen
- Kleine Snacks, die Hitze besser vertragen
- Handy mit gespeicherten Notfallnummern
Der wichtigste Punkt bleibt trotzdem: Sonnenbrand und Hitzebelastung vermeidet man am besten vorher. Schatten, Kleidung, Sonnencreme, Wasser und Pausen sind weniger spektakulär als ein langer Badetag ohne Unterbrechung, aber deutlich angenehmer für den Abend danach.
Lesen Sie auch
- Sonnenschutz richtig auftragen
- Badesee mit Kindern: sicher durch heiße Freibad- und Seetage
- Gartenarbeit bei Hitze
- Richtig trinken bei Hitze
- Hitze im Auto: Warum Kinder, Tiere und Einkäufe nicht warten dürfen
- Sonnencreme-Flecken entfernen
Quellen und weiterführende Informationen
- Sozialministerium: Tipps für den richtigen Sonnenschutz
- Sozialministerium: Hitzschlag und Sonnenstich
- Sozialministerium: Hitze
- Sozialministerium: Hitzetelefon
- AGES: Hitze und Klimawandelanpassung
- GeoSphere Austria/ZAMG: aktuelle Wetterwarnungen
Artikelbild: KI-generiertes Symbolbild.