Bei Hitze wird selbst eine kurze Autofahrt anstrengender. Das Auto steht oft schon aufgeheizt in der Sonne, Kinder werden ungeduldig, Getränke sind schnell warm und vor dem Urlaub ist die Konzentration ohnehin nicht immer dort, wo sie sein sollte. Genau deshalb lohnt es sich, die Fahrt nicht erst beim Einsteigen zu planen.
Das Kuratorium für Verkehrssicherheit weist darauf hin, dass in den Sommermonaten besonders viele Verkehrsunfälle mit Personenschaden passieren. Hitze, Müdigkeit, Urlaubsverkehr und ungewohnte Strecken kommen zusammen. Für Familien heißt das: lieber weniger spontan losfahren, Pausen einplanen und das Auto nicht als Wartezimmer verwenden.

Vor der Abfahrt: Auto nicht in der Sonne starten lassen
Wenn möglich, stellen Sie das Auto vor der Fahrt in den Schatten oder öffnen Sie kurz Türen und Kofferraum, bevor alle einsteigen. Die erste Minute ist nicht zum Anschnallen von Taschen, Suchen von Sonnenbrillen und Sortieren von Jausen gedacht, sondern zum ruhigen Durchlüften. Kinder steigen erst ein, wenn die größte Stauwärme draußen ist.
Getränke, Sonnenhut, Sonnenbrille, Feuchttücher, kleine Müllbeutel, Reiseapotheke und leichte Snacks gehören griffbereit nach vorne oder in die zweite Reihe. Was während der Fahrt gebraucht wird, sollte nicht unter Koffern im Kofferraum liegen.
Pausen fix einplanen
Bei Hitze ist es sinnvoll, Pausen nicht erst dann zu machen, wenn alle gereizt sind. Planen Sie alle ein bis zwei Stunden eine kurze Unterbrechung ein, bei Kindern lieber früher. Schatten, Toilette, Wasser und ein paar Schritte reichen oft schon. Wer müde wird, fährt nicht weiter, nur weil die Unterkunft schon gebucht ist.
Besonders an heißen Tagen sollte die Fahrerin oder der Fahrer regelmäßig trinken. Stark gezuckerte Getränke machen oft nur kurz munter und kleben später im Auto. Wasser, ungesüßter Tee oder verdünnter Saft sind praktischer. Für Kinder kleine Flaschen vorbereiten, die sie selbst halten können.
Nichts Lebendes und nichts Empfindliches warten lassen
Kinder, ältere Menschen und Haustiere bleiben nicht im geparkten Auto, auch nicht kurz. Die Temperatur steigt schnell und offene Fensterspalten lösen das Problem nicht zuverlässig. Auch Einkäufe, Medikamente, Sonnencreme, Akkus, Powerbanks und manche Snacks vertragen Hitze schlecht.
Wenn am Weg noch ein kurzer Einkauf geplant ist, nimmt eine erwachsene Person Kinder und Tiere mit aus dem Auto oder der Einkauf wird verschoben. Kühlpflichtiges kommt in die Kühltasche und danach rasch nach Hause oder in den Kühlschrank.
So bleibt die Fahrt ruhiger
- Früh starten: Wenn möglich, die kühleren Morgenstunden nutzen.
- Schatten suchen: Beim Parken lieber ein paar Meter weiter gehen, wenn das Auto dafür schattiger steht.
- Leicht packen: Wasser, Sonnenhut, Reiseapotheke und Ladekabel griffbereit halten.
- Klimaanlage maßvoll nutzen: Nicht eiskalt einstellen, sondern angenehm kühlen und Luftzug nicht direkt auf Kinder richten.
- Konflikte entschärfen: Kleine Spiele, Hörbuch oder Pause helfen oft besser als schneller fahren.
Bei Warnzeichen sofort reagieren
Starke Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Verwirrtheit oder auffällige Schwäche sind keine Kleinigkeiten, wenn es heiß ist. Halten Sie an einem sicheren Ort, bringen Sie die betroffene Person in den Schatten, bieten Sie Wasser an und holen Sie medizinische Hilfe, wenn sich der Zustand nicht rasch bessert oder ernst wirkt.
Für die Heimfahrt gilt dasselbe wie für die Hinfahrt: lieber eine Pause mehr, nicht direkt nach einem langen Badetag übermüdet losfahren und keine Kinder oder Tiere im Auto zurücklassen.
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Quellen und weiterführende Informationen
- KFV: Verkehrsunfälle in den heißesten Monaten
- KFV: Tipps gegen Hitze zuhause
- gesundheit.gv.at: Umgang mit Hitze
- ORF.at: Hitzewarnstufe am Wochenende
Artikelbild: KI-generiertes Symbolbild.