Reifen vor der Urlaubsfahrt prüfen: DOT, Profil und Schäden richtig lesen

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt, fachlich geprüft und redaktionell freigegeben.

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Autofahrer prüft vor der Urlaubsfahrt das Profil eines Sommerreifens
KI-generiertes Symbolbild (gpt-image-2), erstellt für meinhaushalt.at.

Volle Beladung, Sommerhitze und lange Autobahnetappen fordern Reifen stärker als kurze Alltagswege. Ein kurzer Check vor der Abfahrt zeigt, ob Profil, Luftdruck und Zustand plausibel sind. Planen Sie dafür zehn Minuten bei kalten Reifen ein. Auffälligkeiten gehören vor der Reise in eine Fachwerkstatt.

Der Reifencheck auf einen Blick

Prüfpunkt Darauf kommt es an
DOT-Nummer Die letzten vier Ziffern nennen Produktionswoche und -jahr, etwa 1523 für die 15. Woche 2023.
Profil Sommerreifen für Pkw bis 3,5 Tonnen brauchen in Österreich mindestens 1,6 Millimeter Profiltiefe.
Luftdruck Bei kalten Reifen nach Fahrzeugangabe prüfen und für schwere Beladung laut Betriebsanleitung anpassen.
Schäden Auf Risse, Beulen, Schnitte, Fremdkörper und ungleichmäßige Abnutzung achten.
Pannenhilfe Ersatzrad mitprüfen oder Ablaufdatum des Dichtmittels im Pannenset kontrollieren.

1. DOT lesen: Herstellungsdatum statt Ablaufdatum

Die DOT-Kennzeichnung steht auf der Reifenflanke. Entscheidend sind die letzten vier Ziffern: Die ersten beiden bezeichnen die Kalenderwoche, die letzten beiden das Jahr. Die Zahl allein sagt jedoch nicht, dass ein Reifen automatisch ausgetauscht werden muss. Laut ÖAMTC gibt es keine allgemeine gesetzliche Altersgrenze. Lagerung, Laufleistung, UV-Licht und Temperatur beeinflussen die Alterung. Bei sichtbaren Rissen, verhärtetem Gummi oder unsicherem Fahrverhalten ist eine fachliche Beurteilung sinnvoll.

2. Profil an mehreren Stellen messen

Messen Sie mit einem Profiltiefenmesser in den Hauptprofilrillen, nicht nur an einer günstigen Stelle. Der gesetzliche Mindestwert von 1,6 Millimetern ist eine Mindestanforderung, kein Komfortwert für eine lange Regenfahrt. Sind Innen- und Außenschulter unterschiedlich stark abgefahren, kann das auf falschen Luftdruck oder ein Problem mit Fahrwerk beziehungsweise Spur hinweisen.

3. Luftdruck an die Beladung anpassen

Der richtige Wert steht je nach Fahrzeug in der Betriebsanleitung, am Türrahmen oder an der Tankklappe. Verwenden Sie den dort genannten Wert für die tatsächliche Beladung. Der ÖAMTC empfiehlt vor längeren Fahrten, den Luftdruck bei schwerer Beladung entsprechend anzupassen. Prüfen Sie auch das Ersatzrad, falls eines vorhanden ist. Nach der Reise wird wieder auf den für den Alltag vorgesehenen Wert umgestellt.

4. Flanken, Lauffläche und Pannenset ansehen

  • Alle vier Reifen rundum auf Beulen, tiefe Risse und Schnitte prüfen.
  • Laufflächen auf Fremdkörper und auffällige Stellen kontrollieren.
  • Bei wiederholtem Druckverlust nicht einfach weiter nachfüllen, sondern die Ursache prüfen lassen.
  • Beim Pannenset Ablaufdatum, Kompressor und Bedienungsanleitung kontrollieren.

Österreich.gv.at nennt sichtbare Risse bis zum Unterbau sowie Ablösungen an Lauffläche oder Seitenwand ausdrücklich als unzulässig. Bei einer Beule oder einem tiefen Schaden sollte das Auto bis zur fachlichen Prüfung nicht für die Urlaubsfahrt eingeplant werden.

Wann direkt in die Werkstatt?

Ein Termin ist sinnvoll, wenn ein Reifen Luft verliert, ungleichmäßig abläuft, vibriert oder sichtbare Schäden zeigt. Auch ein bald fälliges Service oder Pickerl sollte laut ÖAMTC besser vor einer langen Reise erledigt werden. Der Blick in der Einfahrt ersetzt keine technische Überprüfung von Bremsen, Fahrwerk und Radaufhängung.

Häufige Fragen

Müssen Reifen nach einem bestimmten Alter getauscht werden?

Eine pauschale gesetzliche Altersgrenze gibt es nicht. DOT, Zustand, Nutzung und fachliche Prüfung gehören gemeinsam betrachtet.

Reicht die Verschleißanzeige im Profil?

Sie zeigt, ob der gesetzliche Mindestbereich erreicht ist. Für eine geplante Langstrecke ist eine Messung an mehreren Stellen aussagekräftiger.

Für die übrige Vorbereitung helfen unsere Hinweise zum Autofahren bei Hitze und zum Ferienstart im Stau mit Kindern. Bei einem Leihwagen ergänzt die Mietwagen-Übergabe mit Fotos und Kautionscheck die Kontrolle.

Quellen: Österreich.gv.at zur Mindestprofiltiefe und zu Reifenschäden, ÖAMTC-Fahrzeugcheck vor der Urlaubsfahrt 2026 und ÖAMTC zur DOT-Nummer und zum Reifenalter.

Stand: 26. Juli 2026. Das Beitragsbild ist ein KI-generiertes Symbolbild (gpt-image-2).

Redaktion

Hinter meinhaushalt.at steht Sabine Ostheimer. Sie sammelt hier praktische Haushaltstipps – am liebsten mit natürlichen Hausmitteln statt purer Chemie –, Spar-Ideen für den Alltag und bewährte Tricks aus Omas Zeiten. Als Zwillingsmama schreibt sie außerdem ehrlich und ohne Filter über den Familienalltag; Backen und saisonale Tischdekoration gehören zu ihren Lieblingsthemen. Mehr über die Seite

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