Mit Regenwasser Geld sparen – So senkst du Wasserkosten im Garten nachhaltig

Autor

Redaktion

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Geposted am

18. Mai 2010

Wasser wird immer wertvoller – und vielerorts auch teurer. Wer einen Garten besitzt, kann mit einer einfachen Maßnahme nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch bares Geld sparen: Regenwasser sammeln und nutzen. Ob zum Gießen von Pflanzen, für den Rasen oder zum Reinigen von Gartenmöbeln – Regenwasser ist kostenlos und vielseitig einsetzbar.

In diesem Ratgeber erfährst du, wie du Regenwasser sinnvoll nutzt, welche Möglichkeiten es gibt und warum sich eine Regentonne oder Zisterne langfristig lohnt.

Warum Regenwasser sammeln?

Jedes Jahr fließen tausende Liter Regenwasser ungenutzt über Dächer und Regenrinnen in die Kanalisation. Dabei eignet sich dieses Wasser hervorragend für viele Aufgaben rund ums Haus.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • spart Trinkwasser
  • senkt die Wasserkosten
  • schont die Umwelt
  • versorgt Pflanzen mit kalkarmem Wasser
  • reduziert die Belastung der Kanalisation bei Starkregen

Gerade im Sommer, wenn Pflanzen viel Wasser benötigen, macht sich die Nutzung von Regenwasser schnell bezahlt.

Wofür kann man Regenwasser verwenden?

Regenwasser eignet sich für viele Bereiche im Haushalt und Garten.

Besonders sinnvoll ist die Verwendung für:

Gartenbewässerung

Blumen, Gemüsebeete, Sträucher und Rasen profitieren von Regenwasser. Es enthält deutlich weniger Kalk als Leitungswasser und wird von vielen Pflanzen besser vertragen.

Hochbeete und Balkonpflanzen

Auch Balkonkästen und Hochbeete lassen sich problemlos mit gesammeltem Regenwasser bewässern.

Gerade Topfpflanzen danken es mit kräftigem Wachstum.

Gartenreinigung

Regenwasser eignet sich hervorragend zum:

  • Reinigen von Terrassen
  • Säubern von Gartenmöbeln
  • Abspülen von Gartengeräten
  • Waschen von Blumentöpfen

Autowäsche

Auch das Auto kann problemlos mit Regenwasser gewaschen werden. Da es kalkarm ist, entstehen häufig weniger Wasserflecken auf dem Lack.

Welche Möglichkeiten gibt es, Regenwasser zu sammeln?

1. Regentonne

Die klassische Regentonne ist die einfachste Lösung.

Vorteile:

  • günstige Anschaffung
  • einfache Installation
  • ideal für kleine Gärten
  • verschiedene Größen erhältlich

Bereits eine Dachfläche von 50 Quadratmetern kann bei einem kräftigen Regenschauer mehrere hundert Liter Wasser liefern.

2. Regenwassertank

Für größere Grundstücke bieten sich oberirdische Wassertanks an. Sie speichern deutlich mehr Wasser als eine Regentonne und eignen sich besonders für große Gärten.

3. Zisterne

Eine unterirdische Zisterne ist die komfortabelste Lösung.

Vorteile:

  • mehrere tausend Liter Speichervolumen
  • Wasser bleibt kühl
  • kaum Platzbedarf im Garten
  • ideal für größere Haushalte

Je nach Ausstattung kann das Wasser sogar für die Toilettenspülung oder die Waschmaschine genutzt werden. Dafür sind jedoch entsprechende technische Anlagen erforderlich.

Wie viel Geld kann man mit Regenwasser sparen?

Wie hoch die Ersparnis ausfällt, hängt von der Gartengröße und dem Wasserverbrauch ab. Wer im Sommer regelmäßig den Garten bewässert, kann jedes Jahr mehrere tausend Liter Trinkwasser einsparen. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch wertvolle Ressourcen. Besonders bei längeren Trockenperioden macht sich eine gut gefüllte Regentonne schnell bezahlt.

Regenwasser richtig lagern

Damit das Wasser möglichst lange sauber bleibt, solltest du einige Punkte beachten:

  • Regentonne abdecken
  • Laubfilter in der Dachrinne verwenden
  • Behälter regelmäßig reinigen
  • Wasser möglichst nicht über Monate stehen lassen

Eine Abdeckung verhindert außerdem, dass sich Mücken im Wasser vermehren.

Welche Pflanzen mögen Regenwasser?

Fast alle Gartenpflanzen profitieren davon.

Besonders geeignet ist Regenwasser für:

  • Hortensien
  • Rhododendren
  • Tomaten
  • Gurken
  • Erdbeeren
  • Rosen
  • Kräuter

Auch Zimmerpflanzen vertragen kalkarmes Regenwasser oft besser als hartes Leitungswasser.

Häufige Fehler beim Sammeln von Regenwasser

Diese Fehler solltest du vermeiden:

  • offene Regentonnen ohne Deckel
  • verschmutzte Dachrinnen
  • Behälter nie reinigen
  • Wasser für Trinkzwecke verwenden

Wichtig: Regenwasser sollte ohne entsprechende Aufbereitung nicht als Trinkwasser genutzt werden.

FAQ: Regenwasser nutzen

Ist Regenwasser besser für Pflanzen?

Ja. Regenwasser ist meist kalkärmer als Leitungswasser und wird von vielen Pflanzen besser aufgenommen.

Darf man Regenwasser im Garten verwenden?

Ja. Das Gießen mit Regenwasser ist ausdrücklich sinnvoll und umweltfreundlich.

Lohnt sich eine Regentonne?

Für die meisten Gartenbesitzer eindeutig ja. Schon eine einfache Regentonne kann jedes Jahr mehrere hundert bis tausend Liter Trinkwasser ersetzen.

Fazit

Regenwasser zu sammeln und zu nutzen ist eine einfache Möglichkeit, Wasserkosten zu senken und gleichzeitig die Umwelt zu entlasten. Ob mit einer Regentonne, einem Wassertank oder einer Zisterne – bereits kleine Maßnahmen helfen dabei, wertvolles Trinkwasser einzusparen.

Besonders Gartenbesitzer profitieren von kalkarmem Regenwasser und einer nachhaltigen Bewässerung. Wer einmal damit beginnt, wird schnell feststellen: Regen ist nicht nur gut für die Natur, sondern auch für den Geldbeutel.

Foto von Sabine, meinhaushalt.at

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