Gewinne mit Bello und Co.: Gute Aktien für Tierbesitzer

Immer mehr Menschen entscheiden sich für ein Haustier. Zu den beliebtesten Vierbeinern gehören natürlich der Hund und die Katze. Für die kleinen Freunde greift man auch schon einmal tiefer in die Tasche. Das freut vor allem die Heimtierbranche. Doch nicht nur die Branche profitiert – auch jene, die Aktien von Unternehmen aus der Heimtierbranche haben, dürfen sich freuen.

Die Deutschen geben 9,1 Milliarden Euro/Jahr für ihre Haustiere aus

Die Zahlen zeigen, dass es vor allem die Amerikaner sind, die eine extrem ausgeprägte Tierliebe haben. In den Vereinigten Staaten leben rund 314 Millionen Menschen – rund 95 Millionen Amerikaner haben eine Katze, etwa 80 Millionen besitzen einen Hund. Insgesamt werden – pro Jahr – rund 43 Milliarden Euro für die geliebten Vierbeiner ausgegeben. Die Deutschen geben rund 9,1 Milliarden Euro/Jahr für die Hunde, Katzen oder andere Haustiere aus. Besonders “teuer” sind die Hunde – der Amerikaner gibt für den Hund rund 1.500 Euro/Jahr aus. Katzen sind um rund 350 Euro/Jahr günstiger. Ein Teil der jährlichen Ausgaben fließt in Tierfutter, Fressnäpfe, Körbe, Vogelkäfige und Körbe. Die Experten sind der Ansicht, dass der globale Markt für Tiermedizin, Tierzubehör und Tiernahrung – pro Jahr – um 8 bis 10 Prozent wachsen kann.

Aktuell wird der europäische Heimtierbedarf-Markt auf rund 25 Milliarden Euro geschätzt. In der Bundesrepublik Deutschland liegt das Volumen bei 4 Milliarden Euro. Europas Marktführer ist übrigens “Fressnapf” – das Unternehmen ist in zwölf Ländern vertreten und besitzt mehr als 1.300 Märkte. Der Jahresumsatz beläuft sich – schon seit mehreren Jahren – auf rund 1,6 Milliarden Euro. Der Marktführer im Online-Handel ist übrigens das Münchner Unternehmen “Zooplus”. Vor drei Jahren lag der Aktienkurs noch bei 60 Euro, heute kostet eine “Zooplus”-Aktie 140 Euro. Im Sommer 2017 lag man knapp unterhalb der 200 Euro-Grenze.

Welche Konzerne profitieren?

Doch nicht nur der Heimtierbedarf ist für die Anleger interessant – ein gigantisches Potential schlummert vor allem im Markt der Tiergesundheit. Jeder Tierarztbesuch kostet Geld – immer mehr Tierbesitzer entscheiden sich zudem auch für Operationen, sodass das Leben des Vierbeiners verlängert werden kann. Für Routinebesuche gibt der Amerikaner rund 200 Euro aus, für Operationen in etwa 550 Euro. Hier profitiert vor allem der Konzern “Veterinary Centers of America”. Der Betrieb betreibt zahlreiche Praxen und Kliniken. Des Weiteren besitzt “Veterinary Centers of America” mehrere Katzen- und auch Hundepensionen.

Aber auch “Pet Med Express” (Online-Apotheke für Tiermedizin) und “MWI Veterinary Supply” (Pharma- und Impfstoffhersteller) profitieren von der Tatsache, dass die Amerikaner immer mehr Geld für ihre Haustiere ausgeben. Wer also in Aktien investieren möchte, darf keinesfalls den Tiergesundheitsmarkt ignorieren.