Eine wackelige Leiter, offene Stromkabel oder fehlende Glühbirnen im Treppenhaus – Arbeitsunfälle können schnell überall passieren. Um solche Gefahrenquellen auf Baustellen, in Fabrikgebäuden oder normalen Bürogebäuden festzustellen, gibt es Sicherheitsingenieure.

Sie sind an der Konzeption und Implementierung von Systemen zum Schutz der menschlichen Gesundheit und der Sicherheit der Arbeitsumwelt maßgeblich beteiligt.

Was macht ein Gesundheits- und Sicherheitsingenieur?

Gesundheit und Sicherheit sind heute ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens. Unternehmen sind daher verpflichtet, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu schützen und aktiv vor Risiken zu bewahren. Dafür setzen viele Systeme und Technologien ein, um das Risiko menschlicher Handlungen auf die Umwelt zu reduzieren und alles zu tun, um sicherzustellen, dass die Welt um uns herum, vor allem unser Arbeitsumfeld, ein sicherer Ort ist.

Gesundheits- und Sicherheitsingenieur haben die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass eben jenes Arbeitsumfeld für alle und alles sicher ist. Sie entwerfen Umgebungen, Systeme, Technologien, Prozesse und Verfahren, um potenzielle Probleme zu beseitigen oder die Risiken zu minimieren – sei es an unseren Arbeitsplätzen, zu Hause oder im Freien. Dabei benutzen Sie zahlreiche Hilfsmittel wie beispielsweise digitale Multimeter. Mit diesen Geräten messen sie beispielsweise die Spannung (Volt), Strom (Ampere) und Widerstand (Ohm) im Stromkreis.

Damit schließen Gesundheits- und Sicherheitsingenieur die Lücke zwischen Ingenieurwesen, Forschung und Entwicklung sowie Gesundheit und Sicherheit. Sie arbeiten auch „vor Ort“ mit zuständigen Mitarbeitern am Arbeitsplatz zusammen und beraten sie bezüglich möglicher Verbesserungen. Als Ingenieure kommen sie je nach Hintergrund und Ausbildung fast überall zum Einsatz. Sie arbeiten eher proaktiv als reaktiv. Das heißt, sie arbeiten daran, potenzielle Probleme mit vorhandenen Technologien zu antizipieren und vorauszusehen. Sie installieren, warten, ersetzen und aktualisiere auch notwendige Sicherheitsvorrichtungen.

Das muss ein Sicherheitsingenieur können

Einen sicheren und gesunden Arbeitsplatzes zu gewährleisten, hat für die Arbeitgeber höchste Priorität. Es ist die Aufgabe eines Gesundheits- und Sicherheitsingenieurs, die Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer, Kunden und Besucher an einem Arbeitsplatz sicherzustellen. Geeignete Sicherheitsingenieure

  • haben mindestens einen Bachelor-Abschluss in einem sicherheitstechnischen oder technischen Fachgebiet
  • verfügen über hervorragende Computerkenntnisse sowie technische Kommunikationsfähigkeiten
  • besitzen Kenntnisse über Technologie und Prinzipien der Gesundheits- und Sicherheitstechnik
  • können technische Angelegenheiten mündlich und prägnant für verschiedene Gruppen kommunizieren
  • können neue Schulungsprogramme zum Thema Sicherheit erstellen und mehrere Projekte gleichzeitig händeln
  • analysieren alle Aspekte von Untersuchungen in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
  • unterstützen ein sicheres Arbeitsumfeld für alle Mitarbeiter, Kunden und Besucher
  • Ob beim Steuerberater, im Krankenhaus oder im Atomkraftwerk: Sicherheitsingenieure kommen nahezu überall, wo gearbeitet wird, zum Einsatz – und sind unerlässlich für ein Unternehmen.