Herbst- und Winterzeit gelten für viele Menschen als Teezeit. Nun werden wieder die Teemischungen aus dem Schrank geholt, der Teevorrat aufgestockt und Kandis und Zucker bereitgestellt. Ob Teebeutel oder loser Tee – Tee ist gesund und beruhigt die Seele.

Im Gegensatz zu vielen anderen Heißgetränken ist Tee wirklich ein wahrer Allrounder. Er wärmt uns nicht nur an kalten und verregneten Tagen, er kann auch für das leibliche Wohl sorgen. Einige Teesorten lindern Erkältungen, helfen Übelkeit zu überwinden oder hemmen Entzündungen.

Was für Teesorten gibt es?

Teeliebhaber unterscheiden die zahlreichen Teesorten nach Farben. So gibt es die roten Tees, welche oftmals süßlich schmecken. Die allseits bekannten Früchtetees, den Hagenbuttentee oder den Kirschtee erfreuen sich besonderer Beliebtheit. Der grüne Tee hingegen ist oftmals etwas herber, während der gelbe oder auch weiße Tee eher mild schmeckt.

Kann ich auch meinen eigenen Tee kreieren?

Wer Freude an der eigenen Zubereitung hat, kann selbstverständlich auch seinen eigenen Tee zaubern. Den Möglichkeiten sind hier kaum Grenzen gesetzt und somit sind eigene Vorlieben durchaus leicht umzusetzen.

Wer einen Kräutertee ansetzen möchte, kann diese Variante ausprobieren. Einfach etwas Pfefferminze, ein wenig Salbei und etwas Zitronenmelisse vorsichtig reinigen, in ein hitzebeständiges Gefäß geben und mit heißem Wasser aufgießen. Wem diese Mischung besonders gut gefällt, kann die Kräuter auch trocknen. Hierfür sollten allerdings ein paar grundlegende Hinweise beachtet werden.

Wie trockne ich am besten meinen Lieblingskräuter?

Wichtig für jeden Tee ist eine schonende Trocknung, um hier die Aromen nicht zu verlieren. Licht ist leider ein Geschmackskiller, so dass die Kräuter also ohne Sonneneinstrahlung getrocknet werden sollten. Zudem fördert Licht die Zersetzung von Chlorophyll, was der Bildung von Bitterstoffen förderlich ist. Daher ist ein warmer Ort zwar sinnvoll, allerdings sollte dieser Platz auf jeden Fall dunkel sein.

Nach 3 Tagen Grundtrocknung wird der Tee nun luftdicht gelagert. Hierfür eignet sich am besten ein Gefrierbeutel. Dieser sollte gut verschlossen werden, so dass der Tee für rund 2 Wochen sicher gelagert ist.

Tipp: versorgen Sie den Tee täglich für einige Minuten mit frischer Luft, so dass der Tee atmen kann und sich seine Aromen optimal entfalten.

Welche Früchte eignen sich gut für einen süßen Tee?

Ohne Zweifel sind Hagebutten sehr gut für einen süßen, aromatischen Früchtetee geeignet. Aufgrund seines hohen Vitamin-C-Gehaltes sind die Früchte bereits seit Jahrhunderten beliebt und sorgen bei Erkältungen für Linderung.

Für eine Kanne Hagebuttentee verwendet man zwei Händevoll Hagebutten. Diese können entweder gekauft oder frisch aus dem Garten geerntet werden. Die Hagebutten werden von den Stielen befreit und natürlich ordentlich gesäubert. Nun sollten die Hagebutten kurz angemörsert  und anschließend mit einem halben Liter Wasser aufgekocht werden. Jetzt ist es wichtig die Mischung nicht massiv durchzukochen. Wenn der Siedepunkt erreicht ist, stellt man die Temperatur herunter und lässt den Tee für weitere 20 Minuten leicht durchköcheln. Anschließend gibt man die Mischung durch ein Sieb und kann den Tee genießen.

Wer möchte kann natürlich vor dem Kochvorgang das Fruchtfleisch der Hagebutten von den Kernen befreien. Verwendet man die Kerne hingegen mit, so erhält man ein feines, mildes Vanillearoma.

Was kann man außerdem für einen guten Tee verwenden?

Fast alles, was wir in der Natur finden, eignet sich sehr gut für einen frisch aufgebrühten Tee. Ob Lavendelblüten, Kamille, Lindenblüten, Melisse, Salbei oder Holunderblüten, ob frisch oder in getrockneter Variante – mit frischen Zutaten erlebt man wahrhaft neue Teevarianten und kann seinen eigenen Lieblingstee selbst zusammenstellen.

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Foto von Janine, meinhaushalt.at