Gartenarbeit ist für Pflanzenliebhaber eine Wohltat. Viele empfinden die Tätigkeiten im Freien als beruhigend, allgemein wohltuend und stressreduzierend. Allerdings spielt das Wetter nicht immer mit. Um von Wind und Wetter unabhängig zu sein, braucht es angemessene Arbeitskleidung. Lesen Sie hier, wie Sie sich wettertauglich kleiden und worauf Sie bei der Anschaffung achten sollten.

Regenkleidung – oft nicht ausreichend dicht!

Nicht jeder Gartenbesitzer lässt sich von Regen abhalten. Stehen wichtige Erledigungen an, sorgt hochwertige Regenbekleidung für den nötigen Schutz. Bei Jacken und Hosen ist die Dichtigkeit das wohl wichtige Kaufkriterium. Wasserabweisende Textilien bieten keinen ausreichenden Schutz, wenn Dauerregen einsetzt. Und sei es lediglich Nieselregen. Wasserabweisende Oberflächen halten nur vorübergehend trocken. Wasserdichtigkeit ist gefordert. Erkennbar sind dichte Regenkleider anhand Angaben zur Norm DIN EN 343:2003, wonach folgende Regenkleider als wasserdicht gelten:

  • ab Wassersäule von 800 Millimeter (Klasse 2)
  • ab Wassersäule von 1.300 Millimeter (Klasse 3)

Bei der Wassersäule handelt es sich um eine Maßeinheit zur Angabe der Wasserdichtigkeit von Regenbekleidung. Zur Berechnung kommt ein hydrostatischer Wasserdrucktest zum Einsatz. Währenddessen werden die Oberflächen mit Wasser und dabei mit steigendem Wasserdruck konfrontiert. Sobald der dritte Tropfen hindurchdringen kann, wird anhand des entsprechenden Wasserdrucks der jeweilige Wert ermittelt. Hobbygärtner, die vermehrt im Regen arbeiten, sollten zu Regenkleidung mit einer Wassersäule von Minimum 4.000 mm greifen. Diese geht über die DIN EN 343:2003 hinaus und gewährleistet zuverlässigen Regenschutz. Hersteller engelbert strauss hat sich auf Berufs- und Arbeitsschutzkleidung spezialisiert und stattet neben Handwerkern und Industriebetrieben Heimwerker aus. Für Arbeiten im Freien sind im Onlineshop verschiedene Textilien für individuelle Ansprüche erhältlich. Die Regenjacken für den Garten sind teilweise mit dryplexx®-Membran mit atmungsaktivem und leichtem Funktionsgewebe, FIBERtwin® Isolation mit offenporigen Fasern für kalte Tage oder dem schoeller® Membransystem mit hoch abriebfestem Ribstop Material ausgerüstet, das sich für grobe Arbeiten eignet.

Wünschen Sie sich langlebige Regenkleider, sind Modelle mit laminiertem System aus strapazierfähigen Synthetikfasern ratsam. Der Schutz vor Nässe und die Stabilität sind gegenüber beschichteten Produkten besser. Achten Sie beim Kauf aber nicht allein auf Wassersäule und Material. Auch der Tragekomfort muss stimmen. Regenkleider dürfen nicht einengen oder anderweitig stören. Ebenfalls wichtig:

  • eine integrierte Regenmütze
  • verschweißte Nähte
  • abgedeckte Reißverschlüsse

Tipp: Denken Sie an dichtes Schuhwerk! Regenstiefel mit rutschhemmender Sohle und ausreichend Profil beugen Stürzen vor.

Warmhalten im Winter – Schutz von Kopf bis Fuß

Während bei Schnee und Eis weniger im Garten zu tun ist, sind Gartenbesitzer in Herbst und Frühjahr viel beschäftigt. Damit das Werkeln auch an kalten Tagen Freude bereitet, benötigen Sie eine isolierende Ausstattung. Während Arbeitsschuhe mit dicken Sohlen und Innenfutter aus Schurwolle von unten warmhalten, verhindert eine Mütze aus Merinowolle, dass ein Großteil der Körperwärme über den Kopf verloren geht. Die Naturfaser ist ideal, weil sie die Körpertemperatur gut reguliert, angenehm wärmt und nicht kratzt. Bei Arbeiten mit Kettensäge, Axt und anderen gefährlichen Gerätschaften sind Arbeitsschuhe mit Zehenschutzkappe empfehlenswert. Außerdem sollten Sie Schnittschutzbekleidung tragen.

Bei Kälte und Wind ist das Anziehen nach dem Zwiebelprinzip elementar. Als obere Wetterschutzschicht dient wasser- und winddichte Oberbekleidung. Die darunterliegende Wärmeschicht ist für die Isolation zuständig und verhindert, dass Körperwärme nach außen entweicht, beugt aber gleichzeitig einem unangenehmen Wärmestau vor. Feuchtigkeit wird nach außen abgeleitet. Direkt auf der Hand wird die dritte und damit letzte Schicht getragen. Sie ist für das Aufnehmen von Schweiß sowie dessen Abtransport verantwortlich. Im Idealfall sind die drei Schichten aufeinander abgestimmt.

Weitere Tipps und Anregungen finden Sie in unserer Rubrik Garten.

Schutz bei Sonnenschein – die Haut ist besonders gefährdet!

Doch nicht nur das Werkeln bei Regen, Wind und Kälte erfordert angemessene Bekleidung. Auch bei hohen Temperaturen und direkter Sonneneinstrahlung gilt es den Körper vor äußeren Einflüssen zu schützen. Ansonsten drohen Sonnenbrand und Hitzschlag. Sommerliche Arbeitskleidung muss saugfähig, schnelltrocknend und pflegeleicht sein. Darüber hinaus sind ergonomische Schnitte und praktische Extras wie Kniepolster, Taschen und abriebbeständige Materialien von Vorteil. Nicht fehlen darf eine luftdurchlässige Kopfbedeckung und ein bedarfsgerechtes Sonnenschutzmittel zum Schutz der Haut vor UV-Strahlung. Wie sich der Lichtschutzfaktor passend zum Hauttyp ermitteln lässt, erklärt die Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau (BVAEB) online.

Quellen (Bild 1+3: Free-Photos / PIX1861, pixabay.com); (Bild 2: engelbert strauss)