Lange Zeit waren sie aus dem Straßenbild verschwunden, in den Büros wurde kein Dresscode mehr vorgegeben, Jeans, Sneaker und Kapuzenpullover bestimmen die Mode junger Männer. Selbst der Jogginganzug war schon fast salonfähig, doch Manschettenknöpfe gerieten ins Abseits. Stil galt als spießig, Anzüge waren passé, viele Männer besaßen gerade einmal einen, doch fast niemand besitzt noch ein komplettes, perfekt sitzendes Outfit. Selbst zu gehobenen Anlässen fallen Unsicherheiten in Wahl und Zusammenstellung auf. Kaum einem Mann gelingt noch ein perfekter Auftritt.

Doch es bahnt sich eine neue Revolution an. Junge Männer legen wieder Wert auf Stil und Qualität. Statt zur Billigware von der Stange wird zu handgenähten Schuhen, Maßhemden und hochwertigen Anzügen gegriffen. Es gibt ein neues Interesse an stilvollem Auftreten, zu dem auch Accessoires wie Manschettenknöpfe zählen. Am Detail lässt sich ablesen, wie sorgfältig und kenntnisreich ausgewählt wurde.

Niemand sollte einen hochwertigen Anzug, gute Schuhe, ein Maßhemd, eine exklusive Krawatte mit ungünstig ausgewählten Manschettenknöpfen ruinieren. Entscheidend für die Wirkung eines Mannes ist der Gesamteindruck. Alles muss zueinander passen und sich harmonisch oder im Kontrast ergänzen. Gerade den Manschettenknöpfen kommt dabei eine entscheidende Funktion zu.

Kleines 1 x 1 der Accessoires

Bis in die 1950er Jahre wusste jeder Mann, wonach er bei der Gestaltung seiner Garderobe und seines Outfits zu schauen hatte: Er konnte die Qualität eines Anzugs prüfen, war in der Lage, das richtige Hemd in der richtigen Größe auszusuchen, kannte sich mit Uhren, Schuhen, Krawatten und Manschettenknöpfen aus.

Ein Grund waren die strengeren Sitten und Kleidervorschriften. Der Dresscode wirkte als soziale Schranke. Ein weiterer Grund war der Preis. Nicht selten wurde ein guter Anzug gekauft, der ein Leben lang hielt und in Ehren gehalten wurde. Je nach Vermögen wuchs die Garderobe. Doch ein Mann achtete sehr auf Qualität und Zusammenstellung.

Herrenschmuck steht ganz oben auf der Liste der Accessoires. Neben Krawatte, Fliege oder Tuch fällt er als Erstes an einem Herrn auf. Die Uhr gilt immer noch als Statussymbol. Drei Monatsgehälter sollte sie kosten und zeugt vom beruflichen oder ererbten Erfolg eines Mannes. Nach dem Ehering erregen bereits die Manschettenknöpfe Aufmerksamkeit. Sie sind es, die beim Handschlag, beim dezenten Gestikulieren, beim Griff nach Glas oder Tasse und beim Schreiben sichtbar werden. Sie haben beinahe den gleichen visuellen Wert wie die Armbanduhr und sollten mit ihr korrespondieren.

Hemd, Krawatte & Manschettenknöpfe

Ebenso verhält es sich mit Hemd und Krawatte. Ein perfekt sitzender Anzug braucht ein perfekt sitzendes Hemd, um seine Wirkung zu entfalten. Es ist wichtig, immer den Gesamteindruck im Auge zu behalten. Bei der Auswahl des Hemdes spielen Material, Verarbeitung und Passgenauigkeit eine große Rolle. Das Hemd sollte aus hochwertiger Baumwolle gefertigt sein. Blickdicht und mit einem matten Glanz gewebt, wird es entsprechend der Größe gekauft. Hochwertige Hemden haben immer eine Stoffzugabe, denn sie laufen bei den ersten drei Wäschen ein. Erst dann sitzen sie körpernah und ergänzen den Anzug. Der Kragen sollte nach der Gesichtsform und dem gewünschten Stil gewählt werden.

Geknöpfte Kragen gehören eher in den Casual-Bereich. Daher solle auf ungeknöpfte Kragenenden geachtet werden. Die Manschetten müssen unbedingt doppelt gelegt sein,

damit sie das Gewicht der Manschettenknöpfe tragen können.

Hemden werden oft zu kurz gekauft, während Anzugärmel oft zu lang gewählt werden. Das Hemd sollte insgesamt von einer angemessenen Länge sein, damit es nicht aus der Hose rutscht. Die Ärmel schließen eng am Handgelenk ab. Sie sollte 2 bis 3 Zentimeter unter dem Jackenärmel hervorschauen. Im Gesamtbild ergibt sich ein perfekt angepasster Anzug mit einem korrekt angemessenen Hemd und entsprechend sitzenden Manschettenknöpfen.

Stilvoll und elegant

Wer gut gekleidet, einen Raum betritt, erweckt Aufmerksamkeit. Der erste Eindruck zählt bei neuen Bekanntschaften ebenso wie bei Vorstellungsgesprächen. Gute Kleidung und ausgewählte Accessoires steigern das Selbstbewusstsein. Sie werden von Geschäftspartnern und im Privatleben wahrgenommen. Wer einmal die Erfahrung gemacht hat, wird darauf in Zukunft nicht mehr verzichten wollen.

Eine ausgewählte Garderobe ist ein Statement. Damit zeigt ein Mann, worauf er Wert legt. Gerade in Zeiten, in denen Nachhaltigkeit zum guten Ton gehört, wird eine gepflegte, hochwertige Garderobe mit persönlichen Accessoires zum Alleinstellungsmerkmal und zum deutlichen Bekenntnis für verantwortungsvolles Handeln.

Gediegene Manschettenknöpfe sind keine Wegwerfware. Sie stehen für Traditionsbewusstsein und können durch ihr Design innovative Akzente setzen. Ein gepflegtes Äußeres steht für Disziplin und Durchhaltevermögen. Es steht für ein positives Selbstbild und die Motivation zum Handeln. Das kommt nicht nur im Büro gut an. Engagement zählt auch in Beziehungen und verschafft einem im Alltag Respekt und Anerkennung.

Dazu gehört eine geschmackvolle Zusammenstellung. Protziges Auftreten sollte vermieden werden. Das Understatement hochwertiger, dezent ausgeführter Manschettenknöpfe ist nicht zu überbieten. Ein Mann zeigt Klasse und hebt sich damit vom grauen Allerlei ab.

Persönlichkeit zeigen

Mit Schmuck zeigen Männer Individualität. Selbst konservativ gekleidet, lassen sich durch ausgewählte Accessoires kleine persönliche Akzente setzen. Zu keinem Anlass wird das deutlicher als bei der eigenen Hochzeit. Während das Outfit der Braut auch in den letzten Jahrzehnten immer mit neuen Innovationen bedacht wurde, auf keiner Modenschau das ultimative Brautkleid als Höhepunkt der Kollektion fehlte, schien sich bei den Herren nicht viel zu ändern. Seit der Jahrhundertwende ist sich der Anzug in seinen wesentlichen Zügen treu geblieben.

Gerade darum kommt es auf Material, Schnitt, Verarbeitung und vor allem die kleinen Details an. Die Hochzeit ist der perfekte Anlass, um es mit einem Maßanzug zu probieren. Beim Juwelier sollten nicht nur die Eheringe, sondern auch die passenden Manschettenknöpfe bestellt werden. Das Hemd wird am besten auch nicht von der Stange gewählt, sondern passgerecht gefertigt.

Für eine Hochzeit dürfen Manschettenknöpfe wie zu allen wirklich großen Ereignissen in einem auffälligeren Design gewählt werden. Während Edelsteine wie Rubine oder Smaragde, Brillanten oder Diamanten im Alltag overdressed wirken, liefern sie für glanzvolle Abendveranstaltungen oder den Tag der Eheschließung den genau passenden Schmuck. Spätestens wenn Braut und Bräutigam sich gegenseitig die Ringe anstecken, werden die Manschettenknöpfe von allen gesehen. Besonders schön wirkt der Schmuck, wenn er in der Augenfarbe der Braut gehalten ist oder die Steine ihres Colliers spiegelt.

Vom Wert des Details

Es sind die kleinen Dinge, die zeigen, was einem wichtig ist. Manschettenknöpfe komplettieren eine sorgfältig zusammengestellte, in sich stimmige Garderobe. Wer Wert auf seinen Körper legt und regelmäßig trainiert, sorgt nicht nur gesundheitlich vor, sondern zeigt auch, dass er sich im Griff hat, seine Zeit einzuteilen weiß und Durchsetzungsvermögen besitzt. Das sollte sich auch in der gepflegten Kleidung widerspiegeln.

Sorgfältig geputzte Schuhe, Herrensocken, die bis zum Knie reichen und einem keine Blöße geben, ein gepflegter Anzug, der passende Gürtel, die richtige und perfekt gebundene Krawatte sowie blitzblanke Manschetten, die durch passende Manschettenknöpfe zusammengehalten werden, zeugen von einer ausgewogenen Persönlichkeit, die sich ihrer selbst bewusst ist.

Ein preiswertes Hemd, dessen Manschetten mit Knöpfen geschlossen werden, würde zu einem Missklang und zu Unausgewogenheit führen. Es hätte etwas Provisorisches und würde nicht zu den anderen Kleidungsstücken passen. Gleichzeitig wirft es ein schlechtes Licht auf einen selbst. Es wirkt nachlässig: Wer schon in seinem Äußeren so agiert, wird auch in seiner Arbeit und in anderen Lebensbereichen unzuverlässig sein.

Dieser Eindruck lässt sich schwer korrigieren. Nach psychologischen Studien haben gut aussehende und gut gekleidete Menschen sowohl im Job als auch im privaten Leben mehr Erfolg und sie sind auch eher in der Lage selbst mit Herausforderungen umzugehen.

Gold oder Silber?

Manschettenknöpfe sind kleine Kunstwerke. Sie können in jedem Design gefertigt werden. Es gibt sie aus verschiedenen Materialien vom einfachen Modeschmuck bis zu kostbaren Brillanten. Doch bei Schmuck kommt es nicht nur auf das Material, sondern auch auf die Verarbeitung an. Kostbarer Schmuck sollte nicht aus Massenproduktion stammen. Ein Juwelier kann Manschettenknöpfe genau nach den eigenen Vorstellungen fertigen.

Der Goldschmied bestimmt dabei genau die Maße und berät auch in Fragen des Designs. Wie bei Ringen sollten auch bei Manschettenknöpfen Größe und Körperproportionen übereinstimmen. Ein zierlicher Ring verschwindet an einer breiten Hand, ein wuchtiger Ring kann einer feingliedrigen Hand das Charmante nehmen. Ebenso ist es bei Manschettenknöpfen. Wuchtige Arme harmonieren nicht mit kleinen, zartgestalteten Manschettenknöpfen. Eine feine Gravur kommt hier nicht zur Geltung. Schmale Handgelenke gewinnen nicht durch imposante Manschettenknöpfe.

Das Material sollte ebenso angemessen wie die Größe ausgewählt werden. Typentsprechend stehen Gold und Silber zur Auswahl. Dabei sollte auch an Ehering und Uhr gedacht werden. Wer eine goldene Uhr trägt, sollte sich für goldene Manschettenknöpfe entscheiden. Mit Manschettenknöpfen aus Platin, Titan oder Karbon lassen sich Innovation und Dynamik demonstrieren. Diese Art kann auch im Casual-Bereich getragen werden.

Qualität als Must-have

Manschettenknöpfe sind Schmuck und Zeichen, sie stehen für die Würdigung der Gegenwart, mit ihnen sind Erinnerungen verbunden und sie können in die Zukunft verweisen. Wie könnte ein solches Detail überbewertet werden?

Sorgfältig gearbeitet erinnern Manschettenknöpfe jeden Tag an das Besondere. Sie sind wie kleine Talismane, die einen durch Prüfungen begleiten, und sie sind gleichzeitig ein Bekenntnis zu sich selbst.

Manschettenknöpfe tragen viele ihr ganzes Leben lang. Manche Männer haben sie beim Eintritt ins Berufsleben erhalten, manche bekommen sie zur Hochzeit geschenkt. Die Schmuckstücke erinnern an große Ereignisse und Zäsuren. Mit ihnen unterschreiben Männer Arbeitsverträge und den Kauf für das neue Haus. Für manche sind es die persönlichsten Schmuckstücke überhaupt. Daran sollte nicht gespart werden.