Ich liebe Fotos, deswegen mache ich auch immer ganz viele. Diese werden dann meist in Fotobüchern verwendet und ich erfreue mich immer wieder beim durchblättern daran. Zu einem runden Geburtstag einer Freundin, die Fotos genauso liebt wie ich, kam mir die Idee für ein Freundebuch. Die vorgefertigten Bücher haben mir persönlich zu wenig Platz für unsere gemeinsamen Fotos gelassen (wir haben wirklich ganz ganz viele Fotos!), so kam mir die Idee ich bastel ein individuelles Freundebuch einfach mit einem Fotoalbum. Ich kann vorweg nehmen, dass dieses sehr sehr gut angekommen ist und sage auch gleichzeitig: Rechtzeitig damit anfangen. Damit ihr euch die langwierige Recherche für so ein persönliches Freundebuch erspart, habe ich hier einige Ideen für so ein Unikat zusammengefasst:

Das ganz persönliche Freundebuch – Scrapbook selber gestalten

Was dazu benötigt wird:

Anleitung:

Zuerst einmal ein schönes Fotoalbum auswählen. Hier sollte man sich gleich überlegen: habe ich ganz viele Fotos oder eher weniger. Wie groß sind meine Fotos? Dementsprechend viele Seiten bzw., große Seiten, sollte mein Fotoalbum haben. Ist es ein Geschenk, kann man sich auch an der Lieblingsfarbe oder am Lieblingsmotiv des Beschenkten halten.

Die Auswahl an Fotobüchern ist groß, man kann hier ein ganz normales Fotoalbum verwenden (mit transparenten Trennseiten):

Fotoalbum für viele Fotos

Klassisches Fotoalbum mit Trennseiten

 

 

 

 

 

 

 

Vorteil: hier hat man sehr viel Platz, es können viele Fotos insgesamt und auch pro Seite, auch in größeren Formaten eingeklebt werden.

Nachteil: hat man eine Seite nicht gut gemacht, kann sie nur rausgerissen werden und es können keine zusätzlichen Seiten eingefügt werden.

Sehr schön sind auch Scrapbooks. Diese sind meist sehr handlich, mit schönen Umschlägen und innen mit Ringen, sowie Einlageblättern.

Scrapbook

Scrapbook mit schwarzen Einlageblättern (nicht ganz A4)

Vorteil: Hier können die Seiten individuell sortiert werden, bzw. auch entfernt oder einfügt werden. Bei der Auswahl auf die Dicke des Buches achten, ist das Buch dick genug, können mehrere Seiten eingefügt werden.

Nachteil: es sind meist eher kleinere Seiten (nicht ganz A4!), es passen eher kleinere bzw. weniger Fotos hinein und wenn man die schwarzen Einlageblätter wählt, empfehlen sich spezielle Metallic Marker um die Seiten zu beschriften und verzieren.

Ich habe schon Freundebücher mit einem normalen Fotoalbum und einem Scrapbook gemacht und finde beide sehr gut. Wie gesagt kommt es sehr darauf an, auf was der Schwerpunkt liegt. Das Fotoalbum habe ich ausgewählt, weil ich sehr sehr viele Fotos unterbringen wollte. Beim Scrapbook hatte ich weniger Fotos und auch kleinere, so dass es für ein großes Fotoalbum nicht gereicht hätte.

Das aufwendige an so einem persönlichen Freundebuch ist das Aussuchen und Sortieren der Fotos. Hier empfehle ich schon sehr früh anzufangen, denn je nach gewünschtem Zeitraum (bei mir waren es Fotos aus mehreren Jahren!) kann es schon länger dauern, passende Fotos auszuwählen. Hier habe ich auch Fotos pro Überschrift gebraucht (also z. B. lustige Fotos von uns, Urlaubsfotos oder Fotos von unseren tollen Torten, usw.). Als Überschriften habe ich mir im Internet einige rausgesucht und teilweise verwendet.

Die ganze Liste an meinen gesammelten Texten könnt ihr Euch hier als Inspiration anschauen:

Word 2 IconTexte für ein persönliches Freundebuch

 

Wer möchte kann die Überschriften per Hand ins Album schreiben (Es gibt auch Vorlagen für Schriften!), oder so wie ich, mit einem Drucker ausdrucken. Dafür die ausgewählten Überschriften in einem Word in der gewünschten Schrift und Farbe untereinander auflisten. Immer etwas Abstand zwischen den einzelnen Texten lassen, damit man diese auch noch schön ausschneiden kann.  Die Texte ausdrucken – ich habe sie auf einem bunten Papier ausgedruckt – und z.B. mit einer Zackenschere ausschneiden.

Fotobuch - Seite mit Text

Beispiel für eine Seite nur mit Überschriften – Hier werden per Hand die Kommentare dazugeschrieben

Wenn Fotoalbum und Fotos vorhanden sind, geht es auch schon ans Sortieren. Je nachdem wie viele Fotos man entwickeln hat lassen (und das waren in meinem Fall wirklich viele!), kann das schon etwas unübersichtlich werden. (Hier spreche ich wieder aus Erfahrung!). Entweder man hat wie ich eine tolle Freundin, die organisatorisch und entscheidungsfreudig ist und das in die Hand nimmt, oder man befolgt den nachfolgenden ExtraTipp und versucht einfach nach dem 1. Instinkt, das Foto zuzuordnen ohne viel zu überlegen:

ExtraTipp: Die Texte bzw. Überschriften für das Fotobuch schon ausdrucken bzw. ausschneiden. Auf einem großen Tisch oder am Boden auflegen und die passenden Fotos darunter legen. Wer diese nicht gleich einkleben kann/möchte, Überschrift mit den dazu passenden Fotos einfach in passende Kuverts stecken und sortiert aufbewahren. Das heißt, die Reihenfolge auch schon beachten: Mit welcher Überschrift fange ich mein Buch an, thematisch alles ein bisschen strukturieren und sich einen Abschluss überlegen. Jetzt kann ein Kuvert nach dem anderen in das Fotobuch eingearbeitet werden. Das war eine unglaubliche Erleichterung und man konnte das Buch schön in Etappen fertig machen und musste nicht immer groß überlegen, was kommt jetzt?! Übrigens: man kann ruhig auch Fotos kleiner oder lustig zuschneiden, spart manchmal auch viel Platz ein und sieht toll aus (z.B. rund ausschneiden, oder die Seiten schmäler machen, damit man mehr Fotos dazukleben kann).

Sind alle Texte und Fotos eingeklebt geht es an das – für mich – schönste: Ans Verzieren! Nach Geschmack, Lust und Laune können jetzt die Seiten verziert werden. Ich habe die Seiten mit bunten Klebebändern, Stickern, Glitzersteinen, Federn oder Spitzenklebebändern dekoriert. Sehr schön sind auch Verzierungen mit diesen Zen Pen Stiften – nur Achtung: diese müssen wirklich gut trocknen, sonst kleben sie an der nächsten Seite! Bei Überschriften, die keine passenden Fotos haben, werden die passenden Texte per Hand oder auch ausgedruckte Papierseiten dazu geschrieben bzw. eingeklebt. Man kann sich auch aus dem Internet schöne Illustrationen oder Texte ausdrucken und diese in das Buch einarbeiten. Nach einigen Abenden entstand ein wirklich (ja ich bin stolz drauf!) schönes, sehr persönliches Buch. Die Beschenkte hat sich in meinem Fall, wirklich wirklich sehr gefreut – ich kann es wärmstens empfehlen! Und auch das etwas kleinere und dünnere Scrapbook kam sehr sehr gut an.

Fotobuch - Verzierung der Seiten

Verzierung mit Klebeband aus Spitze und Zen Pen Stiften

Fotobuch - Verzierung der Seiten

Verzierung mit Klebeband Spitze, Metallicdeko, Glitzersteinen

Scrapbook - Fotobuch selber machen - Deko Ideen

Scrapbook: Fotos mit Verzierungen: Papierblume, Glitzersteine und Glitzerblumen, Zen Pen Blume, buntes Tixo, Tixo Spitzenbordüre

Fazit: Im Endeffekt hat es mir sehr großen Spaß gemacht. Das Fotos raussuchen und vor allem das Verzieren der Seiten war ganz toll. Ich hab mir ein wenig beim Strukturieren und auswählen der Fotos (zu welcher Überschrift passt das Foto?!) etwas schwer getan. Und wie gesagt: rechtzeitig anfangen. Es ist je nach Größe sehr umfangreich und kann einige Abende kosten. Ich persönlich finde so ein Album ganz ganz toll. Wer sich nicht ganz so viel Arbeit machen möchte, kann auch fertige Freundebücher kaufen. Hier sind alle Angaben vorgegeben, aber auch in vielen Rezensionen liest man immer wieder, dass man rechtzeitig damit anfangen sollte, da es sehr oft doch sehr zeitaufwendig ist.

Fotos von Sabine, meinhaushalt.at

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