Jeden Abend geht wie von Geisterhand ganz automatisch das Licht im Wohnzimmer an und per Sprachsteuerung kann es wieder ausgeschaltet werden oder die Farbe wechseln. Die Temperatureinstellung der Heizung orientiert sich am Wetterbericht und der Staubsaugroboter fängt auf Kommando an die Wohnung zu saugen. Das alles und vieles mehr bieten die sogenannten Smart Home Systeme.

Was bedeutet Smart Home?

Der Begriff Smart Home umfasst grundsätzlich technische Systeme, welche unter anderem die Lebensqualität sowie die Sicherheit in Wohnungen und Häusern optimieren sollen. Auch ist ein zusätzlicher Bereich die Verbesserung des Energieverbrauchs, beispielsweise in Bezug auf Geräte wie die Waschmaschine, die Heizung, der Kühlschrank oder Lampen. Dies geschieht mit der Hilfe von Funk, Apps, internetfähigen Geräten und der Kommunikation dieser Systeme untereinander. Findet eine Vernetzung der Geräte statt und können die Haushaltsgeräte auch Daten speichern, dann lebt man tatsächlich in einem Smart Home.

Smart Home – wie alles begann

Was muss das eigene Zuhause im Zeitalter von Smartphones und Apps alles können? Diese Frage stellte man sich etwa ab dem Jahre 2000, denn erst seitdem entwickelt sich die Smart Home Technologie rasant. 2001 eröffnete das Fraunhofer-inHaus-Zentrum in Duisburg, welches seine Produktpalette auf den Bereich rund um das Wohnen beschränkte. Dort können Hersteller und Nutzer ihre Produkte und Systeme erforschen, testen, entwickeln und am Ende sogar demonstrieren.

Als Ergebnis eines Architekturwettbewerbes wurde vier Jahre später das Haus der Gegenwart gebaut. Einzigartig war, dass sich jegliche elektronischen Vorgänge zentral bedienen und steuern ließen.

Seit 2013 dürfen sich Interessierte auch in Darmstatt ein Musterhaus auf dem Gebiet des Smart Homes anschauen.

Prognostiziert wird, das die deutsche Wirtschaft bis 2025 einen Umsatz von 19 Milliarden Euro für Smart Home Systeme erzielt. Das resultiert aus dem stark wachsenden Zuspruch der Deutschen, denn mehr als 75 % pflegen ein hohes Interesse für die Technologie der Smart Home Anbieter. Immer mehr Menschen möchten mit diesen einfachen Systemen ihren Lebensstandard erhöhen. Nach dem stressigen Alltag den höchsten Komfort genießen und dabei die Umwelt schonen, klingt nach einer überaus attraktiven Entwicklung.

Offenes oder geschlossenes System?

Wenn Sie sich für ein offenes System entscheiden, dann profitieren Sie von dem Vorteil, dass auch Geräte unterschiedlicher Hersteller miteinander kommunizieren und verknüpft werden können. Zusätzlich benötigt der Nutzer nur eine Plattform, zum Beispiel in Form einer Smart Home App, um seine Geräte von unterwegs aus zu steuern. Das Ziel ist hierbei eine schlichte und einfache Bedienung für Jedermann.

Geschlossene Systeme hingegen sind häufig nicht mit den Geräten anderer Hersteller kompatibel. Entscheidet man sich für ein geschlossenes System, dann ist man in seiner Auswahl teilweise eingeschränkt. Allerdings funktioniert die Kommunikation der Smart Home Systeme ein und desselben Herstellers meist einwandfrei untereinander.

Interessieren Sie sich tiefergehend für diese Materie und sind Sie ein Technikliebhaber, dann sollten Sie sich Smart Home Systeme im Vergleich anschauen.

10 konkrete Ideen für Smart Home Systeme

  1. Die Waschmaschine ist fertig und schickt Ihnen sofort eine SMS.
  2. Soundsysteme spielen per Sprachsteuerung Ihre Lieblingsmusik.
  3. Die Heizung wärmt Ihre Wohnräume nur, wenn der Wetterbericht eine Kaltwetterfront ankündigt, um Kosten zu sparen.
  4. Der Staubsaugroboter saugt regelmäßig und automatisch.
  5. Mit dem Befehl „Licht dimmen“ kann der gemütliche Fernsehabend starten.
  6. Der Rasen sieht perfekt aus, dank der regelmäßigen Tätigkeit Ihres Mähroboters.
  7. Mit Hilfe einer automatischen Bewässerung sehen Ihre Pflanzen immer frisch und gesund aus und Sie haben eine Verpflichtung weniger.
  8. Per Smart Home App lassen sich Küchengeräte steuern. So ist beispielsweise die Suppe heiß, wenn Sie die Haustür aufschließen.
  9. Das Raumklima ist stets angenehm, da die Lüftungsanlage mit sensiblen Sensoren die Qualität der Luft scannt und gegebenenfalls die elektrischen Fenster öffnet und auch wieder schließt.
  10. Sie haben vergessen Ihre Markise einzufahren? Keine Sorge, bei zu starkem Wind oder Regen reagiert sie sofort und zieht sich automatisch ein.