Sport ist in der Schwangerschaft nicht verboten und wird von Ärzten, Hebammen und Experten sogar empfohlen. Alle Sportarten, die der schwangeren Frau gut tun und dem ungeborenen Kind im Mutterleib nicht schaden, sind besonders zuträglich für das Wohlbefinden in der Schwangerschaft. Ein sehr geeigneter und sanfter Sport, der vielen schwangeren Frauen immer wieder ans Herz gelegt wird, ist das Schwimmen. Bei diesem Sport gibt es fast keine Verletzungsgefahren und aufgrund des Auftriebs verspürt die Schwangere eine Schwerelosigkeit, welches ihr Gewicht nahezu vergessen lässt.

Das Schwimmen ist besonders schonend und sogar effektiv zugleich. Wenn Sie schon länger nicht geschwommen sind, so beginnen Sie langsam wieder mit dem Wassersport. Schwimmen Sie zu Anfang vielleicht nur fünf oder zehn Minuten und steigern sich dann langsam auf eventuell 20 Minuten. Sie werden schnell bemerken, dass Ihnen das Schwimmen gut tun wird – es ist also unbedenklich, wenn Sie mehrere Male pro Woche das Schwimmbad aufsuchen, um hier die Erholung zu suchen. Bei einer Wassertemperatur von 18°-25°C werden Sie sich herrlich entspannen können, Ihre Gelenke werden entlastet und mit wachsendem Bauch auch das Hohlkreuz vermieden, dass sich sicherlich bei der einen oder anderen schwangeren Frau ankündigt.

Welcher Schwimmstil ist für mich ideal?

Durch das Schweben im Wasser werden Sie eine Menge Vorteile erkennen: die Bewegungen fallen leichter, das Gleiten erleichtert Ihre müden Beine und durch die Ganzkörperbewegung tun Sie Ihrem Körper auch noch allerhand gutes. Während der Schwangerschaft können Sie alle Schwimmstile ausprobieren, die Sie für angenehm erachten:

Beim Brustschwimmen ist meist eine leichtere Atmung zu erkennen. Der Kopf ragt permanent an der Wasseroberfläche und durch die Bewegungen wird die Bauchmuskulatur leicht gedehnt, gleichzeitig jedoch auch der Brust- und Halswirbelbereich gekräftigt.
Das Kraulschwimmen hingegen erfordert eine Einhaltung von gleichzeitigem Atem und Schwimmrhythmus. Da dieser Schwimmstil etwas mehr Aufwand erfordert, ist unbedingt beim Schwimmen darauf zu achten, dass hier der Puls nicht über 140 Schläge pro Minute gelangt. Für konditionell stärkere Frauen dürfte dieser Schwimmstil jedoch keine Einbußen tragen. Vorteilhaft sind weiterhin die natürliche Haltung des Körpers und die Stärkung der Rumpfmuskulatur.
Beim Rückenschwimmen ist die Atmung mit den Bewegungen gleichzustellen – daher kann hier ein schönes, ruhiges Tempo angelegt werden. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie durch das rückwärtige Schwimmen nicht mit anderen Badbesuchern kollidieren oder gegen die Beckenwände stoßen. Halten Sie den Körper natürlich und in einer geraden Position. Fällt Ihnen dieser Schwimmstil jedoch zu schwer, weil vielleicht die Beine absinken und so der Körper nur mit Anstrengung in einer flachen Lage gehalten werden kann, so wechseln Sie besser in einen anderen Schwimmstil über.

Muss ich vor Infekten in Schwimmbädern Angst haben?

Sicherlich fragen sich nun einige schwangere Frauen, wie es mit der Infektionsgefahr in den Schwimmbädern aussieht. Natürlich ist viel Wasser eine Notwendigkeit um den Schwimmsport ausüben zu können. Nun hängt es mitunter von der individuellen Immunabwehr des körpereigenen Scheidenmilieus ab, ob ein Infekt entstehen könnte. Die Infektsgefahr in den öffentlichen Schwimmbädern im deutschsprachigen Raum ist jedoch sehr gering, weil die Wasserverhältnisse streng und gut überwacht werden. Sollten Sie hingegen Seen oder Flüsse zum Schwimmen vorziehen, so ist hier eher mit Vorsicht an den Sport heranzutreten. Erkundigen Sie sich schon vor dem Schwimmvergnügen über die Wasserqualität der hiesigen Wasseranlagen.

In der Schwangerschaft sollte trotz allen Vorlieben ein Whirlpool oder ein zu heißes Bad unbedingt gemieden werden. Zu hohe Temperaturen und zu kleine Becken, die von vielen Menschen geteilt werden bergen ein höheres Risiko an Bakterien und Pilzen, die einen Infekt verursachen könnten.