Wer viele Torten selber macht, wird früher oder später auf die Ganache stoßen. Vor allem wenn man sich an die wunderschönen Fondant-Torten herantasten möchte. Die Ganache ist eine Creme aus Schlagobers und Schokolade und eignet sich hervorragend als Untergrund für einen Fondant. Aber nicht nur das, sie eignet sich auch sehr gut für Cakepops, Toppings oder als Füllung für Torten oder Pralinen.

Rezepte für Ganache

Je nach dem was mit der Ganache gemacht wird, gibt es unterschiedliche Mengenangaben.

Weiche Ganache

Weiche Ganache wird zum Befüllen von Pralinen, Torten, als Topping für Cupcakes oder Cakepops verwendet.

Braune Ganache

  • 200 ml Schlagobers
  • 300 g Vollmilchschokolade

Weiße Ganache

  • 200 ml Schlagobers
  • 400 g weiße Schokolade

Dunkle Ganache

  • 200 ml Schlagobers
  • 200 g Zartbitterschokolade

Feste Ganache

Eine feste Ganache wird beim Bestreichen von Motivtorten (Fondant) benötigt.

Vollmilch Ganache (gilt auch für Nougat oder andere Schoko-sorten)

  • 200 ml Schlagobers
  • 500 g Vollmilchschokolade

Weiße Ganache

  • 200 ml Schlagobers
  • 600 g weiße Schokolade

Zartbitter Ganache

  • 200 ml Schlagobers
  • 400 g Zartbitterschokolade

Anleitung für eine selbstgemachte Ganache

Torte mit Ganache überzogenDie Schokolade mit einem Messer in ganz kleine Stücke schneiden. Die Schlagsahne in einem Topf kurz aufkochen lassen – aufpassen, dass sie nicht überkocht. Die Schokolade in den Schlagobers geben und die Mischung für 2-3 Minuten stehen lassen, damit die Schoki schön aufweicht. Anschließend mit einem Löffel umrühren, bis sich die Schokolade gut auflöst, auch immer die Topfecken mitnehmen, so dass sich wirklich alles auflösen kann. Mit einem Mixstab die Ganache ganz fein mischen. Den Mixstab immer ganz eintauchen, damit möglichst wenig Schaum entsteht und keine Luft eingearbeitet wird.

Diese Mischung über Nacht kühl lagern, aber nicht im Kühlschrank, da sie dort zu fest wird. Ist kein kühler Ort außer dem Kühlschrank vorhanden, dann den Topf mind. 1 Stunde vor Arbeitsbeginn aus dem Kühlschrank nehmen.
Die Ganache aus dem Kühlschrank holen und mit dem Rührgerät aufschlagen. Die Ganache wird zuerst dicklich, dann cremig und nach kurzer Zeit heller und auch fester. Jetzt darf die Creme nicht zu lange geschlagen werden, da sich sonst die Butter von den flüssigen Bestandteilen absetzt und grieselig wird. Zum Schluß nur kurz mit einem Löffel die Creme noch einmal durchrühren, dann ist sie bereit zur Verwendung. Hier empfiehlt sich eine Teigschaberkarte. Mit dieser kann die Ganache ganz leicht und schön gleichmäßig aufgetragen werden.

ExtraTipp: Die Ganache kann mit einem Bogen Backpapier wunderbar glatt gezogen werden. Dafür immer eine Seite parallel zur Torte halten und die überschüssige Creme abstreifen. Dadurch erhalten Sie einen perfekten glatten Untergrund, ohne große Hilfsmittel.

Die Torte nach dem Einstreichen mit Ganache fest werden lassen und mit einer Frischhaltefolie umwickeln. So kann die Oberfläche nicht austrocknen. An einem kühlen Ort aufbewahren.

ExtraTipp: Bleibt etwas von der Ganache übrig, lassen sich die Reste wunderbar einfrieren, im Kühlschrank hält diese noch 4-6 Tage.

Und wie es so spielt, hab ich auch schon unter Zeitdruck alles ausprobiert. Die Vollmilch Ganache ist sehr dankbar und hält einiges aus: Ich habe schon Torten gleich mit der Ganache bestrichen (ohne die Kühlzeit über Nacht), hat wunderbar geklappt. Auch habe ich die Ganache nicht mit einem Rührgerät aufgeschlagen, sondern ein wenig erhitzt, so dass sie wieder streichfähig ist. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und dann an die Torte bringen.

Foto von Sabine, meinhaushalt.at