Das Saunieren dient in erster Linie der Abhärtung vor Erkältungskrankheiten. Besonders typisch beim Saunagang ist der Wechsel zwischen Hitze und Abkühlung, welche den Stoffwechsel anregen und das Immunsystem stärken. Gesunde Frauen, die eine problemlose Schwangerschaft erleben, dürfen auch gern weiterhin in die Sauna gehen, wenn Sie den Wunsch dazu verspüren. Sollten Sie jedoch eher nicht der Saunagänger sein, so wäre der Zeitpunkt während der Schwangerschaft vielleicht nicht unbedingt ideal, um nun die ersten Versuche zu starten.

Für schwangere Frauen kann ein Gang in die Sauna durchaus sinnvoll sein – durch den Wasserverlust beim Schwitzen verringert sich das Risiko an unliebsamen Wassereinlagerungen zu leiden. Ärzte und Experten nehmen zudem auch an, dass schwangere Saunagängerinnen eine leichtere und entspannte Geburt erleben, da bei regelmäßigem Saunieren die Muskeln lockerer und weicher werden. Im Allgemeinen beinhaltet der Besuch in der Sauna viele Vorteile, dennoch eignet sich das Saunieren nur für schwangere Frauen, die

  • bereits vor der Schwangerschaft regelmäßig in die Sauna gingen
  • keine Risikoschwangerschaft erfahren
  • und zuvor mit ihrem Arzt oder der Hebamme ausführlich über die Sauna gesprochen haben.

Auch wenn das Saunieren für schwangere Frauen anziehend wirkt, so sollte man den Gang in die Sauna nur mit Bedacht wagen. Zwei Saunabesuche pro Woche sind aus ärztlicher Sicht unbedenklich, wenn die Zeit je Sitzung nicht mehr als zehn oder zwölf Minuten übersteigen. Außerdem sollten vorrangig die niedrigen Temperaturen bevorzugt werden: hier empfiehlt es sich bei Temperaturen von 50 bis 60 Grad vorlieb zu nehmen, da diese besser verträglich sind. Setzen Sie sich also während des Saunierens auf die niedrigen Bänke. Das hat einerseits den Vorteil, dass Sie schneller zum Ausgang eilen können, wenn Sie sich plötzlich unwohl fühlen und die Hitze ist andererseits besser auszuhalten.

Wie bereite ich mich auf den Gang in die Sauna vor?

Vor dem Saunieren sollten Sie sich mit einem warmen Fußbad auf die kommende Hitze vorbereiten, da dies unter anderem die Durchblutung anregt. Nach dem Saunabesuch verzichtet die schwangere Frau jedoch lieber auf die Abkühlung mit einem Sprung ins kalte Nass, sondern braust sich langsam und bedächtig mit kühlem Wasser ab. Hierfür werden zuerst die Beine und die Arme und danach der Rücken und auch der Bauch abgeduscht.
Gegen Ende der Schwangerschaft sollten Sie den Gang in die Sauna eher mit Vorsicht genießen. Durch die hohen Temperaturen und die ätherischen Düfte in den Aufgüssen können unter Umständen Wehen ausgelöst werden. Vergessen Sie vor und nach dem Saunieren zudem nicht das Trinken. Werdende Mütter haben einen besonders hohen Flüssigkeitsbedarf und da der Körper in der Sauna viel Wasser verliert, sollten diese mit Wasser, ungesüßten Tees und Saftschorlen wieder ausgeglichen werden.

Worauf sollte eine schwangere Frau in der Sauna achten?

Schauen Sie nicht ständig auf die Uhr, ob Sie auch schon die richtige Zeit in der Sauna verbraucht haben. Wenn Sie sich unwohl fühlen, so verlassen Sie sofort die Sauna. Ob das Saunieren für Sie geeignet ist, sollte am Besten ein Arzt feststellen. Fragen Sie lieber vorher nach und lassen Sie sich wertvolle Tipps mit auf den Weg geben.

Ebenso entspannend wie ein Saunagang ist auch ein Bad in den heimischen vier Wänden. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie als Badezusatz nur pflanzliche Stoffe verwenden, die frei von Farb- und Duftstoffen sind und dass das Wasser eine Temperatur von 37° Celsius nicht übersteigt. Verweilen Sie für ungefähr 20 Minuten in der Wanne – längeres Baden belastet den Kreislauf und trocknet zudem die Haut unnötig aus. Gönnen Sie sich nach der Sauna oder dem Bad auf jeden Fall mindestens eine halbe Stunde Ruhe, um sich wieder zu erholen.